Volltext : Deutsche Konkurrenzen (1907, Bd. 21, H. 241/252)

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No. 22, Kennwort: „Zhre ser Golt in der Höhe.“

Die Lage ist derartig angenommen, dass das Schiffdach bei seitlicher Ansicht
von vorne den Turm vollständig verdecken würde. Die Hauptwirkung liegt in der
Durchbildung des interessanten Grundrissgedankens, bei dem jedoch die Nebenräume
viel zu reich bemessen sind. Konstruktion und Beleuchtung sind einwandfrei. Der
guten, einheitlichen Wirkung im Inneren steht eine zerrissene Gruppierung des Aeusseren
gegenüber, Die Ausführung wird schwerlich für die ausgesetzte Summe möglich sein.

No. 26. Kennwort: „Der Streitbare.“

Die Situation ist nicht günstig ausgenützt, da der Turm vom Platze aus zu wenig
gesehen werden würde. Die Grundrissdisposition ist klar, wenn auch hinsichtlich der
Vorräume am Turm und der Anlage der Brauthalle Aenderungen sich nötig machen
würden. Bei geeigneter Ausnutzung des Terrains hätte die Sakristei tiefer gelegt und
lie Sängerempore in bessere Verbindung mit der Kanzel gebracht werden können.
Beleuchtung einwandfrei. Die Konstruktion wäre bezüglich des Schubs der Hauptpunkte
 des Gewölbes noch zu verbessern. Die künstlerische Wirkung des Inneren
st würdig, die des Aeusseren durch zu reiche Detaillierung beeinträchtigt. Der Aus-(ührbarkeit
 für den ausgesetzten Preis stehen Bedenken entgegen.

No. 30. Kennwort: : Skzezen,“

Die Wirkung der Kirche in der gewählten Anordnung ist so, dass das Verdecktsein
 des Turmes von verschiedenen Standpunkten aus durch die Wirkung des Chores
selbst ausgeglichen wird. Der Grundriss ist in Haupt- und Nebenräumen besonders
glücklich gelöst, wenngleich durch die Emporensäulen einige Plätze verdeckt werden,
Die Entfernung der Kanzel bis zu den letzten Sitzplätzen ist mit 30 m zu gross.
Beleuchtung günstig. Die Konstruktion erweckt keine erheblichen Bedenken. Die
Wirkung des Innenraumes wird durch die geschickte Disposition der Emporen und
durch die wohlgeordnete Lichtgebung sich günstig gestalten. Das Aeussere ist bei
einfacher Ausbildung von ernster, wuchtiger Wirkung und für die festgesetzte Summe
ausführbar.
No. 36. . Kennwort: „Martinus.“

Die Anordnung auf dem Platze verspricht eine malerische und glückliche Wirkung.
Der Innenraum zeigt eine besondere günstige Disposition, namentlich hinsichtlich der
Anlage des Chores, bei dem den Anforderungen des Programms auf allgemeine Sichtbarkeit
 des Predigers geschickt entsprochen ist. Aussen- und Innenwirkung der
Architektur, sowie Konstruktion und Beleuchtung zeigen den erfahrenen Künstler. Es
ist nicht ausgeschlossen, dass der Bau sich für den festgesetzten Preis ausführen lässt,

No. 38. Kennwort: „Drezeinigkeit.“

Durch die Stellung des Breitturmes gegen den grossen Platz zu und durch die
Choranlage wird der Kirche eine glückliche Gesamtwirkung gesichert, auch wenn die
Nebenbauten nicht zur Ausführung gelangen sollten. Die Anlage der Eingänge, der
Brauthalle und der Verbindungen ist eigenartig und gut durchgeführt. Die Beleuchtung
des Chores dürfte nicht ausreichen, ist aber leicht zu verbessern. Die Konstruktion
des Turmes, namentlich im Triumphbogen, auf dem die Turmlast ruht, ist durch
einige Verstärkungen sicher zu stellen. Die Anordnung des Innenraumes, namentlich
auch der Sängerempore, ist in sehr geschickter Ausnützung der Höhendifferenzen im
Terrain als gut geglückt zu bezeichnen. An der Höhe des Innenraumes und namentlich
an der Länge des Schiffes kann durch bessere Ausnützung der Empore gespart werden,
desgleichen könnte die Aussenarchitektur einfacher ausgestaltet werden, sodass die
Kirche zu der festgesetzten Summe sich sicher ausführen liess,

No. 39. Kennwort: „Centralturm.“

Die Stellung der Kirche ist dem Bauplatz angepasst, der Grundriss zeigt eine
geschlossene Form, jedoch ist der Versammlungsraum für. Hochzeiten zu knapp bemessen.
 Die Sprechweite von der Kanzel bis zur letzten Bank auf den Emporen

 

 
            
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