Full text: Deutsche Konkurrenzen (1892/93, Bd. 1, H. 7/9)

  
  
  
  
ır, Waschräume für die Reisenden mit einigen Badezellen und mit einem 
besonderen Raume zum Frisieren und Rasieren. 
12. Abtritte für Männer und für Frauen in genügender Zahl mit Wasch- 
vorrichtungen versehen. 
Hierüber: 
Kleinere Räume für den Pförtner, den Geldwechsler, die Polizei, die 
Brief-, die Depeschenannahme, die Steueraufsicht, sowie ein Kranken- 
zimmer und einige verfügbare Räume. 
Jeder dieser Räume soll mindestens 18 qm Grundfläche haben. Sollte es 
erwünscht sein, die Vorlage des Empfangsgebäudes nach der Wienerstrasse zu, 
oder, dafern eine solche auch an der Strehlenerstrasse geplant werden sollte, 
auch diese mit einem zweiten Obergeschosse zu versehen, so sind in diesen Öber- 
geschossen Dienstwohnungen für Oberbeamte vorzusehen. 
An das Empfangsgebäude hat sich in einer Länge von höchstens 180 m 
die Bahnsteighalle anzuschliessen, welche sämtliche Personen- und Gepäck- 
steige zu überdecken hat. Die auf der Südseite des Bahnhofes laufenden Güter- 
gleise sind unbedeckt zu lassen. Auf Blatt ı ist‘ die hiernach zu überdeckende 
Fläche in ihren voraussichtlichen Begrenzungen durch eine strichpunktierte Linie 
bezeichnet, Die Halle ist in Eisengerippe herzustellen; auf gute Beleuchtung und 
Lüftung derselben ist Rücksicht zu nehmen, 
Auf die Bahnsteige der Kopfstation und. den Querbahnsteig dürfen Säulen 
nicht gestellt werden. An den Enden der Halle sind Abschlüsse gegen Zugwind 
vorzusehen. . 
Auf die ganze Länge der Bahnsteighalle sind die unter den hochliegenden 
Gleisen und Bahnsteigen befindlichen Räume für die Betriebsverwaltung nutzbar 
zu machen, Zu diesem Zwecke, sowie zur Ersparung von Höhe und zur Er- 
zielung möglichster Haltbarkeit sind die Hochbahnsteige auf Platten oder Ge- 
wölben von Stampfbeton anzulegen. Die Bahnsteige befinden sich, soweit nicht 
eine Ausnahme besonders vorgeschrieben wird, 35 cm über Schienenoberkante. 
Es wird bemerkt, dass die Gewölbe- oder Eisenkonstruktionen zum Tragen der 
Eisenbahngleise zur Erzielung einer hinreichenden Festigkeit der Tragwerke we- 
nigstens bis 80 cm unter Schienenoberkante herabreichen müssen, 
In der Nähe des westlichen Endes der Bahnsteighalle sind in einem be- 
sonderen, an dem Vorplatze neben der Wienerstrasse gelegenen Pavillon die 
Räume für Höchste Heırschaften, bestehend in einem Salon, einem Vor- 
zimmer und zwei Nebenzimmern mit Toiletten, vorzusehen und so anzuordnen, 
  
dass der erste Bahnsteig der Kopfstation, ‚sowie die nächstgelegenen Bahnsteige 
der Durchgangslinie unmittelbar zugängig werden. 
Zwischen den Vorhallen vor dem Ein- und Ausgange und dem genannten 
Pavillon sind weitere Vorbauten nicht zu errichten, vielmehr sind die unter den 
Hochgleisen und Bahnsteigen befindlichen Räume zur Aufnahme von Verwaltungs- 
büreaus nutzbar zu machen, 
Die hier in Frage kommenden Räume, welche Licht von der Strehlener- 
strasse, der Bahnsteighalle und der Wienerstrasse her erhalten, sollen Verwendung 
finden für: 
I. die Betriebs-Ober-Inspektion, 
2, das Abteilungs-Ingenieur-Büreau und 
3. die Stationsverwaltung. 
Die Räume für die Stationsverwaltung werden zweckmässig nach der Bahn- 
steighalle zu legen sein. Der Raumbedarf für die genannten 3 Büreaus wird aus 
dem Anhange ersichtlich, 
Endlich ist auf eine Wohnung von etwa 200 qm Grundfläche für den 
Bahnhofsinspektor im Obergeschosse des. Pavillons für Höchste Herrschaften 
Rücksicht zu nehmen, Dieser Wohnung ist ein besonderer, von den Räumen für 
Höchste Herrschaften vollständig abgeschlossener Eingang zu geben. 
Ausserhalb der Bahnsteighalle ist, etwa in der Flucht der Carolastrasse, ein 
mindestens 5 m weiter Fussgängertunnel quer durch den ganzen Bahnhof zu 
führen, dessen Längenschnitt auf Blatt 2 ersichtlich ist, An den Aus- und Ein- 
gängen ist der Tunnel durch Thore zu verschliessen. , In seiner Nähe befindet 
sich, wie Blatt ı erkennen lässt, ein Flutkanal der städtischen Entwässerungsanlagen, 
welcher bestimmt ist, auch die Tagewässer des Bahnhofes aufzunehmen. 
Auf der Ostseite der Pragerstrasse sind, wie ebenfalls der Gleisplan Blatt ı 
erkennen lässt, noch einzelne Bahnsteige für Sonderzüge der Bodenbächer Linie 
vorgesehen, deren Ueberdachung zunächst nicht beabsichtigt wird. Nur auf der 
dem Bismarckplatze zu gelegenen Seite des Bahnhofes wird es sich nötig machen, 
den dort befindlichen Personen-Bahnsteig für Vorortzüge von und nach Naun- 
dorf— Coswig auf die mit AB bezeichnete Länge zu überdecken. Die Bahnsteig- 
höhe ist bei diesem Vorortperron zu 75cm über Schienenoberkante anzunehmen. 
Um die zwischen den Hochgleisen befindliche Strecke der Pragerstrasse 
nicht durch die Stützmauer auf der Ostseite allzusehr beengt erscheinen zu lassen, 
kann diese Mauer, unter. Verkürzung der daneben befindlichen Stumpfgleise und 
unter Verschiebung der Lokomotivdrehscheibe, bis höchstens 10 m nach Osten 
  
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