Full text: Deutsche Konkurrenzen (1892/93, Bd. 1, H. 7/9)

/ 
  
anderströmen von ankommenden und abfahrenden Reisenden nach Möglichkeit 
vermieden, Die Kopfgleise können, falls die Gebäudeeinteilung es verlangen 
sollte, bis zu 5 m verkürzt oder verlängert werden. 
Von den Personenbahnsteigen der Hochgleise sind sowohl nach den Ein- 
gängen als den Ausgängen Treppen anzuordnen, welche bei einer Breite von 2,7 
Die‘ Zahl der 
Die Verbindungsgänge benachbarter hoch- 
bis 3,0 m die Bahnsteige auf kurze Strecken durchbrechen, 
Treppen ist thunlichst einzuschränken. 
liegender Personenbahnsteige sind, zur Abminderung der Treppenhöhen und damit 
der Mühe des Auf- und Absteigens, in ihrer Lichthöhe so gering zu halten, als 
es die Rücksicht auf ihren Zweck und die Vermeidung eines ungünstigen Ein- 
druckes zulässt. 
Auf der Seite der Wienerstrasse sind an den Ein- und Ausgängen Vor- 
hallen mit bedeckten Unterfahrten anzulegen (in Blatt ı durch Schraffierung 
angedeutet), welche den Ein- und Austritt der Reisenden vermitteln. Die unter 
den Hochgleisen neben den Ein- und Ausgängen befindlichen Räume können für 
die Gepäck-Annahmen und -Ausgaben, sowie für Zwecke des Betriebes Ver- 
wendung finden. 
Entlang der den Kopfgleisen zugewandten Seite des Empfangsgebäudes 
soll in der Höhe der Durchgangsgleise ein Verbindungsgang zwischen den beiden 
hochliegenden Bahnhofsteilen angeordnet werden, welcher den unmittelbaren Ver- 
kehr der Reisenden und der Betriebs-Beamten von einer Seite nach der anderen 
innerhalb der Bahnsteighalle ohne Benutzung von Treppen gestattet. 
Das Empfangsgebäude mit Einschluss der neben demselben liegenden 
Räume unter den Hochgeleisen hat zu enthalten: 
I. Eine Eintrittshalle von 650 bis 750 qm Grundfläche, welche von der 
Pragerstrasse aus für die zu Fusse ankommenden Reisenden unmittelbar 
zugängig sein muss. Das Innere der Halle darf durch Pfeiler oder Ein- 
bauten nicht beengt, die Uebersicht in derselben nicht beeinträchtigt 
werden, Es empfiehlt sich, von der Eintrittshalle eine doppelarmige 
Treppe nach dem vorgenannten Verbindungsgange zwischen den hoch- 
liegenden Bahnsteigen anzulegen. 
N 
15 bis 20 Fahrkartenschalter von mindestens 1,7 m Breite und 
3,5 m Tiefe, welche von den Eingängen leicht gesehen werden können, 
nebst einem nahe gelegenen Arbeitsraume für die Schalterbeamten, etwa 
30 qm gross. 
OO nn 
TO. 
2 
© 
Gepäckannahmen und Gepäckausgaben von zusammen mindestens 
1000 qm Grundfläche. Die Annahme kann von der Ausgabe getrennt > 
die Ausgabe in Anpassung an die beiden hochliegenden Bahnhofsteile 
in zwei Teilen angelegt werden. Die Gepäckannahme muss von der 
Vorfahrt am Eingangswege neben der Wienerstrasse, sowie von der Ein- 
trittshalle leicht zu erreichen sein. Die Gepäckausgaben sollen sich an 
den Ausgangswegen befinden. 
Es ist zulässig, die von den südlichen Hochgleisen kommenden Rei- 
senden nach dem Ausgange an der Strehlenerstrasse zu verweisen, WwO- 
selbst sich ebenso wie am Vorplatze neben der Wienerstrasse eine 
Droschkenstation befinden wird, 
Die Gepäckräume sind mittels Aufzügen und Tunnels mit allen Ge- 
päcksteigen so zu verbinden, dass Gepäckkarren die Personensteige, den 
Quer-Bahnsteig oder die Eintrittshalle niemals zu befahren haben. Eine 
Ausgabe von Gepäck kann bei der Kopfstation auch an den Enden der 
Gepäck-Bahnsteige stattfinden. 
Räume zur Aufbewahrung von Handgepäck, welche zusammen 
mindestens 50 qm Grundfläche haben. 
Einen Wartesaal I. und II, Klasse von etwa 500 qm Grundfläche. 
Einen ebenso grossen Wartesaal III. und IV. Klasse. 
Einen Speisesaal von mindestens 150 qm Grundfläche. 
Ein Damenzimmer mit Toilette von etwa 40 qm Grundfläche. 
Ein verfügbares Zimmer von etwa 40 qm Grundfläche. 
Die Wartesäle haben sich in der Höhe der Kopfgleise zu befinden. 
Der Speisesaal, das Damenzimmer und das verfügbare Zimmer können 
in der Höhe der Durchgangsgleise angelegt werden, Den auf den oberen 
Gleisen ankommenden und abfahrenden Personen ist ausser in dem Speise- 
saale und dem Damenzimmer noch in einem besonderen hochliegenden 
Raume Gelegenheit zur Erfrischung zu bieten. 
Die für den Bahnhofswirt nötigen Wirtschaftsräume (Küchen-, An- 
richte-, Bierausgabe-, Keller- und sonst erforderlichen Räume). Diese 
Räume können teilweise in ein Untergeschoss ‚gelegt werden; sie sollen 
eine unmittelbare Verbindung von der Strehlenerstrasse aus zum Bei- 
bringen der Wirtschaftsgegenstände erhalten. Hierbei ist zu bemerken, 
dass der Grundwasserspiegel innerhalb des Bahnhofes nach den ange- 
stellten Beobachtungen bis zur Ostseehöhe von 110,7 m steigt, 
1* 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.