Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-2,1893
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_2_1893/10/
  
  
  
  
  
  
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glückliche fruchtbringende . Gedanken auftauchten, so wurden durch 
diese die vorhandenen Mängel doch nicht in genügendem Mafse auf- 
gewogen, um ihnen eine bevorzugte Stellung einzuräumen. 
In diese Gruppe gehören 9 Entwürfe mit folgenden Kennworten: 
1... Eule auf Globus... 2. Literis. 3. Doppelkreis. 
4. 300000 Mark. 5. Frisch auf. 6. 13400 cbm, 
7. Boverest. 8. 8. P..Q. B.. 9. Hansa. Il. 
Eine weitere Gruppe von Entwürfen zeichnet sich durch tüchtige 
Leistungen aus, wenngleich manche derselben wegen mannigfacher 
Verstösse gegen das Programm oder sonstiger Mängel in der An- 
ordnung für die Preisverteilung nicht in Betracht kommen konnten, 
Diese Entwürfe sollen im folgenden einer kurzen Besprechung im 
einzelnen unterzogen werden, 
ı. Zur Pflege der Wissenschaft. Der Entwurf zeigt archi- 
tektonisches Geschick, er trifft aber in den äusseren Kunstformen, 
namentlich an: dem für den Lesesaal bestimmten niedrigen Pavillon, 
nicht den Charakter einer Bibliothek. Die Anordnung zweier Ein- 
gänge ist mit einer genügenden Ueberwachung des Publikums nicht 
vereinbar. Die Inanspruchnahme des Platzes ist für die Erweiterungs- 
fähigkeit nicht vorteilhaft. 
2. Habent sua fata libelli. Das Verdienst dieses Entwurfes 
liegt. hauptsächlich in der architektonischen Gestaltung des Aeusseren; 
die im Mittelbau gesteigerte Dachhöhe mit malerisch geformtem 
Dachreiter, die beiden den Mittelbau einfassenden Türme erinnern 
aber mehr an‘ ein Rathaus, als an eine Bibliothek. Der Grundriss 
ist in vielen. Beziehungen nicht glücklich, beispielsweise sind die ent- 
fernte Lage der Kanzlei vom Lesesaal, die dem Publikum zugäng- 
lichen Haupttreppen zum Magazin u. s. w. in dieser Beziehung zu 
erwähnen. 
3. Hansa I. Die äussere Erscheinung des Gebäudes zeigt eine 
vornehme Würde und eine tüchtige Durchbildung der Einzelformen, 
Die unschöne Anordnung der Eintrittshalle, der gewundene Zugang 
zu dem in der Höhe ebenmässig gesteigerten Lesesaal, die unzulässige 
Höhe des untersten Büchergeschosses von 4 m u. s. w. können 
jedoch durch die vorerwähnten Vorzüge nicht aufgewogen werden. 
4. Antik. Die Verbindung zwischen Kanzlei, Zücherausgabe 
und Lesesaal ist zwar vorhanden, die Kanzlei aber räumlich zu be- 
schränkt, die Bücherausgabe von den Arbeitsplätzen nicht zu über- 
sehen und der Lesesaal durch eingebaute Säulen in seiner Nutzbarkeit 
und Raumbildung ungünstig beeinflusst. Im übrigen ist der äussere 
Aufbau in grossem Mafsstabe entworfen, nicht ohne künstlerischen 
Wert und bringt auch die Eigenart der Bibliothek zu angemessenem 
Ausdruck, 
S- dog uoL mov otwW. Der Verfasser verfolgt durch kreuz- 
förmige Anordnung des Grundrisses . einen eigenartigen Gedanken,
        

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