Full text: Deutsche Konkurrenzen (1893, Bd. 2, H. 13/24)

    
     
   
   
  
  
    
Gartenanlagen, Freitreppen und Zufahrtswege; I kurzer Erläuterungs- 
bericht und ein Kostenüberschlag, in welchem sowohl nach dem 
Quadratmeter bebauter Fläche, als auch nach dem Rauminhalt, ge- 
messen vom Gelände bis Oberkante Hauptsims (bei Giebeln ist bis 
zur Mitte des Giebels zu messen) die verschiedenen Baumassen . be- 
rechnet sind. Die Nachrechnung der Baumassen soll durch Herrn 
Baumeister Böttcher hier erfolgen. 
Die Einlieferung der Entwürfe hat an den Kirchenvorstand der 
St. Marcusgemeinde zu Chemnitz, Körnerplatz ı1, spätestens bis 
31. Januar, abends‘ 6 Uhr, kostenfrei zu erfolgen. Entwürfe, 
welche ausweislich des Poststempels nach diesem Zeitpunkt bei einer 
deutschen Postanstalt zur Beförderung aufgegeben worden sind, werden 
vom Wettbewerb ausgeschlossen. 
Das Preisrichteramt haben übernommen: Herr Geh. Regierungs- 
rat und Professor Hase in Hannover, Herr Geh. Regierungsrat und 
Professor Otzen in Berlin, Herr Oberbaurat und Professor Lipsius 
in Dresden, denen noch die Kirchenvorstandsmitglieder Herr Pastor 
Colditz und Herr Baumeister Böttcher als beratende Mitglieder bei- 
gegeben sind. 
Das Preisgericht soll im Monat Februar 1893 sich entscheiden, 
Für die vom Preisgericht als beste erkannten Entwürfe sind ein 
erster Preis von. 2500 Mark, ein zweiter Preis von 2000 Mark, ein 
dritter Preis von 1000 Mark ausgesetzt. Es ist den Preisrichtern 
freigestellt, die Summe der ausgesetzten Preise auch in anderer Weise 
zu verteilen. Die Preisrichter sind nur zur schriftlichen Begutachtung 
derjenigen Pläne verpflichtet, deren Bedeutung und Wert sie zur 
engeren Wahl stellen. Die’ preisgekrönten Entwürfe werden Eigentum 
der Marcuskirchgemeinde zu Chemnitz; das Recht der Veröffentlichung 
bleibt den Verfassern. Der Kirchenvorstand ist wegen der Ausfüh- 
rung des Baues nicht an den Kreis der preisgekrönten Bewerber 
bezw. Entwürfe gebünden. Sämtliche Entwürfe werden nach dem 
Urteilsspruch 14 Tage lang öffentlich ausgestellt. Nach Schluss der 
Ausstellung werden sie den Verfassern gegen Einsendung des mit 
dem betreffenden Kennworte versehenen Postscheins postlagernd 
zurückgesandt, sofern nicht die Verfasser selbst eine Adresse angeben. 
Protokoll. 
Es wird zunächst konstatiert, dass im ganzen 86 Entwürfe ein- 
gegangen sind, von denen sieben nach Ausweis des Poststempels 
nach 6 Uhr abends des 31. Januar d. J. zur Post gegeben worden 
sind und daher von der Preisbewerbung ausgeschlossen werden 
mussten. Diese wurden nach Beendigung der Beurteilung geöffnet 
und ergaben: No. 80 einen Entwurf mit dem Kennwort: „Gott ist 
hehr — Gott zu Ehr“; No. 81 einen Entwurf mit dem Kennwort: 
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