Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-2,1893
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_2_1893/220/
  
  
  
   
  
   
   
   
   
  
  
  
  
    
    
  
    
  
   
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zimmer sich bei schlechtem Wetter in ihnen aufhalten können, Soweit es die 
Einhaltung} der festgesetzten Baukostensumme erfordert, ist für das Schulhaus eine 
Bebauung mit Erdgeschoss und 3 Obergeschossen zulässig, 
Raumbedarf: 10 Klassenzimmer von mindestens 9,60 m Länge und 6,20 m Breite. 
I Reserveklasse, zugleich Prüfungszimmer, von etwa So qm Grundfläche. Die 
Höhe der Klassenzimmer muss im Lichten 4 m betragen; zu jeder Klasse ist eine 
nahebelegene Kleiderablage mit ungefähr je 9 m nutzbarer Wandlänge vorzusehen. 
1 Lehrzimmer für katholischen Religions-Unterricht von rund 40 qm Grundfläche, 
1 Klassenzimmer für physikalischen und naturwissenschaftlichen Unterricht von 
etwa 60 qm Grundfläche, und damit in unmittelbarer Verbindung ı Zimmer für 
die physikalisch - mathematischen Sammlungen von rund 60 qm, sowie ı Arbeits- 
zimmer von rund 30 qm Grundfläche, Wenn die Fensterwand des für den physi- 
kalischen ” Unterricht bestimmten Klassenzimmers nach Norden oder Nordwesten 
gerichtet ist, so muss eine Umfassungswand eine südliche oder östliche Lage be- 
sitzen, welche die Anbringung eines Diopters für die optischen Experimente er- 
möglicht. 2 Zimmer von je rund 30 qm Grundfläche zur Aufbewahrung der natur- 
geschichtlichen und geographischen Lehrmittel; eines dieser Zimmer soll an ein 
Klassenzimmer anstossen, ı Zeichensaal von rund 100 qm Grundfläche mit an- 
stossender Modellkammer. 1 Singsaal von rund 60 qm; die Lage desselben 'ist 
so zu wählen, dass der Schulunterricht durch den Gesang möglichst wenig gestört 
wird. I Bibliotheksaal von rund 80 qm’ Grundfläche für die Lehrer- und Schüler- 
Bibliothek. 1 Konferenzzimmer von rund 50 qm, und ein Aufenthaltszimmer für 
die Lehrer von rund 25 qm Grundfläche. 1 Amtszimmer mit Vorzimmer für den 
Direktor, möglichst im Mittelpunkte des Schulhauses gelegen. 2 kleine Zimmer 
für Pedell und Heizer. ı Aula von rund 250 qm, die vom Haupteingang des 
Schulhauses und von den Klassenzimmern leicht erreichbar sein muss; die Anord- 
nung einer Sänger-Empore ist erwünscht. ı Turnhalle von rund 250 qm Grund- 
fläche mit 2 kleinen Nebenräumen für Aufbewahrung der Geräte und Kleiderab- 
lage. ı Wohnung des Direktors mit 7 Zimmern, Badezimmer, Küche, Speise- 
kammer, 2 Klosets, 2 Dachstuben, Speicher- und Kellerraum, ı Wohnung des 
Pedellen mit 3 Zimmern, Mädchenkammer, Küche, Kloset und Kellerraum. Zur 
Pedellen-Wohnung ist ein "abgetrennter Eingang vom Schulhofe erforderlich; auch 
ist zu beachten, dass von den Fenstern dieser Wohnung der Schulhof und dessen 
Zugänge thunlichst übersehen werden können. 
. Die vorbenannten 10 Klassenzimmer, die Reserveklasse und der Zeichensaal müssen 
mit ihren Fenstern nach Norden oder Nordwesten liegen; sie dürfen das ‚Licht 
nur von dieser einen Seite erhalten. Die Fenster müssen mit möglichst schmalen 
Zwischenpfeilern gleichmäfsig verteilt sein und für jedes Klassenzimmer mindestens 
15 qm lichtgebende Oeffnung enthalten. Die Fenster sollen eine Brüstungshöhe 
von mindestens I m haben und mit ihrem Scheitel möglichst nahe an die Decke 
reichen. Liegen die Fenster der Klassenzimmer nach dem Hofe, so "müssen sie 
mindestens 20 m von der nächstliegenden Grenze entfernt sein. Die Thüren sind 
thunlichst so anzuordnen, dass der Lehrer beim Eintritt in das Klassenzimmer das 
Gesicht der Schüler vor sich hat. 
Die Konstruktion der Gebäude soll im Aeusseren und Inneren eine durchaus solide 
und feuersichere sein. Der Baustil bleibt dem Verfasser zur Wahl freigegeben, 
Die Architektur der Fassaden ist nach der Strasse mit Werkstein -Verblendung in 
reicherer Austattung monumental zu gestalten, nach dem Schulhofe dagegen in 
einfachen Formen auszubilden. 
. Zur Erwärmung aller Räume und zu der damit verbundenen Lüftungs-Anlage wird 
Niederdruck-Dampfheizung bestimmt. 
- Die Baukosten dürfen: a) für das Schulhaus nebst Aula und Turnhalle die Summe 
von 450000 Mark und b) für das Dienstwohngebäude die Summe von 57000 Mark 
nicht überschreiten. Es wird hierzu bestimmt, dass der Baupreis für das Kubik- 
meter des umbauten Raumes, von der Strassenuoberfläche bis zum obersten Gesimse 
gemessen, zu a) 25 Mark und zu b) 24 Mark betragen soll, und dass der Bau- 
   
   
   
   
     
   
  
   
  
   
   
   
    
   
  
    
   
   
    
  
   
   
  
   
    
   
  
   
  
    
   
  
   
   
   
   
   
   
  
  
   
  
   
  
   
   
    
  
 
        

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