Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-2,1893
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_2_1893/322/
   
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
   
   
  
  
  
    
     
      
  
    
     
  
    
     
   
  
Er 
Programm. 
Dem zu projektierenden Neubaue ist eine solche Stellung zu geben, dass 
.der nach dem Berge zu ansteigende, von hohem Nadelwald eingefasste Platz, — 
unter möglichster Festhaltung der nach, der Stadt zu gelegenen Terrassen-Brüs- 
tung als vorderer Grenze —, einen Konzertgarten von ca. 800 [])m Aussicht 
bietender Fläche abgiebt. Eine der Gesamtgestaltung des Platzes entsprechend:, 
seitliche Ueberschreitung der derzeitigen Terraingrenze ist zugelassen, soweit sie 
nötig oder wünschenswert ist, um das Gebäude von der Stadt aus noch sichtbar 
zu machen. Der Bau soll, bei möglichster Vermeidung architektonischen 
Aufwandes, eine stattliche Gruppe bilden, jedoch in nur wetterbeständigem 
Materiale unter Verwendung von Holz und Ziegeln für den Oberbau und von 
Bruchsteinen für den Unterbau gedacht sein. Die innere Ausstattung ist auf das 
geringste Mafs zu beschränken. 
An Räumlichkeiten sind, neben entsprechender Treppenanlage und kleinen 
Vorräumen, vorzusehen: 
I. Im Hauptgeschosse: 
a) ı geräumige Küche mit entsprechendem Aufwaschraum, sowie einem aus- 
gedehnten Büffet, das so zu legen und zu gestalten ist, dass es sowohl die 
Bedienung des Saales, als auch thunlichst aller übrigen Geschäfts- resp. 
Restaurationsräume, sowie die des Konzertgartens direkt, bequem und über- 
sichtlich ermöglicht, Grundfläche mindestens 100 []m, 
b) ı grosser Restaurationssaal, bei dem Aussicht ins Freie nicht Bedingung, 
von mindestens 200 []m Grundfläche mit einem Orchesterraum von 25 Cm 
Grundfläche, 
c) 2 bis 3 Restaurationszimmer zu Seiten des Saales, mit diesem in freier 
Verbindung stehend, von zus. 200 [[]m Grundfläche, 
d)2 bis 3 Räume von zus. 30 [)m Grundfläche für die Bedienung, als 
Putzräume für Geschirr etc. in der Nähe der Küche und Treppen. 
e) Kolonnaden an 200 []m Grundfläche, welche am Hause und Konzert- 
garten so zu verteilen sind, dass auch ihre künftige Erweiterung möglich ist. 
f) Abortanlagen, für beiderlei Geschlechter getrennt, sind nach der Berg- 
seite (NO.) zu verlegen, in Gruppen verteilt für Haus und Garten. 
g) Orchester für Saal und Konzertgarten können getrennt angelegt ' 
werden. 
h) der Aussicht bietende Terrassen- oder Konzertgarten, welcher aus- 
sichtshalber amphitheatralisch ansteigen kann, darf nicht verbaut werden 
und muss mindestens 800 []m Sitzfläche bieten. Von der vorderen Brüstung 
abwärts kann eine Freitreppe nach dem unterhalb der Brüstung gelegenen 
Waldbestande führen. In letzterem können eine Brunnen- oder Teich- 
anlage bez. sonstige Anlagen vorgesehen werden, An Stelle dieser einen 
Treppe können Zugänge in anderer Form und an anderen Stellen von der 
Terrasse nach dem unter ihr gelegenen Waldbestande projektiert werden, 4
        

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