Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-2,1893
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_2_1893/8/
  
  
  
  
6. Jeder Entwurf ist mit einem Kennwort oder Zeichen zu ver- 
sehen. Die Adresse des Verfassers ist in einem mit demselben Kenn- 
worte oder Zeichen. versehenen und geschlossenen Briefumschlag bei- 
zufügen. 
7. Die Einlieferung der Entwürfe muss bis zum 31. Oktober 
1892, abends 6 Uhr, bei der Regierungskanzlei, Stadthaus Zimmer 
No. 32, erfolgen. Später eingehende Arbeiten sind vom Wettbewerb 
ausgeschlossen; jedoch werden diejenigen mit der Post eingehenden 
Entwürfe, welche nach Ausweis des Poststempels vor dem 31. Oktober 
1892 aufgegeben sind, zugelassen. 
8. Die Entscheidung des Preisgerichts wird im Centralblatt der 
Bauverwaltung, in der deutschen Bauzeitung, der Weserzeitung, den 
Bremer Nachrichten und dem Courier veröffentlicht, 
9. Jedem Entwurfe ist ein Verzeichnis der zugehörigen Zeich- 
nungen und Schriftstücke beizufügen. Ueber die eingegangenen Ent- 
würfe wird daraufhin eine Empfangsbescheinigung ausgestellt, gegen 
deren Einsendung die nicht in den Besitz des Staates Bremen über- 
gehenden Entwürfe nach Schluss der öffentlichen Ausstellung derselben 
an die auf jenem Verzeichnisse namhaft gemachte Persönlichkeit (an 
welche ’die Empfangsbescheinigung unmittelbar nach Prüfung des Ver- 
zeichnisses nach dem Einlieferungstermin gesandt werden wird), resp. 
an eine später anzugebende Adresse portofrei, aber auf Gefahr des 
Verfassers, zurückgesandt werden, 
10. Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren: Senator 
Dr. Hermann Gröning in Bremen, Senator Dr. Ehmck in Bremen, 
Stadtbibliothekar Professor Dr. Bulthaupt in Bremen, Geheimer 
Regierungs- und Baurat v. Tiedemann in Potsdam, Baurat H. 
Schmieden in Berlin, Oberbaudirektor Franzius in Bremen, 
Architekt. Wilhelm Below in Bremen. 
I1. Für die von den Preisrichtern als beste Lösungen anerkannten 
Entwürfe sind folgende Preise ausgesetzt: ein erster Preis von 2000 Mark, 
ein zweiter Preis von 1500 Mark, ein dritter Preis von 1000 Mark, 
Ausserdem wird der Ankauf hervorragender Entwürfe zum Preise 
von je 500 Mark vorbehalten, 
12. Durch die ‘Auszahlung der Preise gehen die betreffenden 
Entwürfe in das Eigentum des bremischen Staates über, welcher be- 
rechtigt ist, dieselben bei der Ausführung ganz oder teilweise zu 
benutzen. Das Recht der Publikation, sowie einer anderweitigen 
Verwendung des Entwurfes verbleibt dem Verfasser. Der bremische 
Staat behält sich jede Entschliessung hinsichtlich der Uebertragung 
der Ausführung vor. 
Bremen, den 9. Juni 1892, 
Die Baudeputation: Hermann Gröning.
        

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