Full text: Dess Hertzogthums Würtemberg allerhand Ordnungen

Accis-Ordnung. 127 
Nro II. Gen. Kefir, d. d. y'i." Julü 1742. 
ertheilen habendeUrkund einsetzen/und bey ohn- 
auöbleiblich zu gewarten habender Strafe nicht 
das mindeste von der ganzen Ladung zurük las 
sen sollen. Damit aber gleichwohlen auch ei 
nem Wirth nicht benommen seye, allenfalls 
auch Wein vor einen guten Freund unter sei 
ner Ladung mitzunehmen, so solle in dergleichen 
Fällen jedesmahlen der Unter-Umgelter bey 
dem Abladen des Weins, als lieb ihme sein 
Dienst und schwerer Strafe Vermeidung seyn 
mag, gegenwärtig seyn, so fort der mitgebrach 
te Wein urkundlich an den Eigenthümer verab 
folgt , und nicht in des Wirths Keller einge 
schlichen werden. 
2) Da sich auch in Angebung des Pretü bis- 
hero vielfältige Vetrügereyen zu Tage geleget, 
und die Wirthe mehrers theuren als wohlfeilen 
Wein in das Urkund schreiben lassen, da sie 
doch mehr wohlfeilen als theuren Wein geladen 
haben, dieses aber ebenmäßig dem herrschaftli 
chen Umgeld höchst prsejudicirlict) ist, so sollen 
die Unterkaufere auch hierunter ihrer tragenden 
schweren Pflichten erinnert, und dahin ange 
wiesen werden, daß sie sich jedesmalen des wahr 
haftigen Kauf - Pretii halber bey denen Ver 
käufern erkundigen, und solches richtig in das 
Urkund einsetzen, damit man sich hernach in der 
Weinschatzung darnach richten könne, widrigen 
Falls aber, und da sie sich zu Einschreibung ei 
nes falschen Pretii verleiten, oder bestechen las 
senwürden, auf jeden Bettekungs-Fall der, in 
der
	        

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