Volltext: Statuten für die Studierenden des k. Polytechnikums zu Stuttgart (1885)

  
L. Z /:: 
§. 56. 
Bekanntmachungen durch Anſchlag am schwarzen Brett 
haben die Geltung, als ſeien sie jedem der davon betroffenen 
Studierenden eröffnet. Die Studierenden ſind deshalb verbunden, 
die Anſchlagtafel stets zu beachten. 
§. 57. 
Die Studierenden dürfen die für ſie bestimmte Anſchlag- 
tafel nur zum Anheften solcher Bekanntmachungen benützen, 
welche zuvor der Direktion zur Einsicht vorgelegt und von dieſer 
nicht beanstandet wurden. 
ü. 118. 
Den Studierenden iſt jede Verfehlung gegen die Hausord- 
nung, namentlich das Mitbringen von Hunden in das Schul- 
gebäude, das Rauchen in demſelben, ſowie jede Störung durch 
lärmende Unterhaltung, Singen, Pfeifen u. dgl. innerhalb des 
Schulgebäudes bei Strafe unterſagt. Den Dienern der Anstalt, 
welche über die Hausordnung zu wachen haben, iſt anständig 
zu begegnen; Verweigerung oder unwahre Angabe des Namens 
gegenüber den Offizianten der Schule wird beſtraft. 
§. 59. 
Die Studierenden haben ich jeder Verunreinigung und Be- 
schädigung des Eigentums der Anstalt zu enthalten und den 
etwa zugefügten Schaden in dem von dem Direktor festgestellten 
Betrage ſogleich zu erſetzen. 
ß. 60: 
Es ist denſelben bei Strafe verboten: 
1) das feierliche Begleiten von Studierenden bei Antritt einer 
Carcer- oder Gefängnisstrafe, ſowie beim Verlaſſen des 
Carcer- oder Gefängnislokals; 
2) das feierliche Begleiten ausgeſchlosſsener Studierender; 
3) nächtliche Trinkgelage in Privatwohnungen; 
 
	        

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