Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

  
  
    
   
betr. die Herſtellung von Feuerungs - Einrichtungen. 99 
Bei größeren Feuerungen ist die Stärke und Ausdehnung der 
Feuerwand insoweit, als nicht in Nachfolgendem hierüber beſondere 
Bestimmungen getroffen werden, im einzelnen Fall nach Erforderniß 
zu vergrößern. Ebenso kann eine Vergrößerung der Stärke der 
Feuerwand bei Kochherden und Hausbacköfen, welche an Scheide- 
wände zwiſchen Wohn- und Scheuerraum (vergl. § 51 der Vollzugs- 
Verfügung zur Bau-Ordnung) zu stehen kommen, verlangt werden. 
Zu denjenigen Theilen der Feuerwände, welche mit Feuer- 
zügen in unmittelbare Berührung kommen, dürfen hohle gebrannte 
Steine nicht verwendet werden. 
Mit Ausnahme der Tragbalken der Kaminſchooße dürfen 
keine Holztheile in die Mauer eingreifen. Die Schwellen unter 
der Feuerwand sind daher auszuſchneiden. 
In Gebäuden mit einer Stockhöhe bis zu 3,5 m ſind die 
Feuerwände bis unmittelbar unter die Pfette aufzuführen. 
Bei größerer Stockhöhe genügt es, wenn die Feuerwand mit 
einer Höhe von 3,5 m hergestellt wird. 
Die Feuerwand ist jedoch auf die ganze Höhe des Stockwerks 
auszudehnen, wenn die Lage des Kamins oder die Art der Rauch- 
ableitung nach dem Ermeſſen der Baupolizeibehörde dies erfordert. 
§ 2. 
Bei Herstellung der Oefen ist im allgemeinen Folgendes zu 
beobachten. 
1) Alle Oefen müssen, wenn ſie nicht unmittelbar auf den Erd- 
boden zu stehen kommen, auf eine feuersichere Unterlage ge- 
stellt werden. 
Als feuersichere Unterlage gilt eine Stein- oder Cement- 
Platte von mindestens 6 em Dicke. 
2) Bei Oefen mit Rost ſind die Aſchenfälle von der feuerſicheren 
Unterlage zu iſoliren, und es hat dies 
a. bei eiſernen Aſchenfällen durch eine Luftſchichte von 
mindestens 6 em Höhe, welche, wenn in einem guß- 
     
   
  
  
  
  
   
  
 
	        

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