Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

      
    
IX. Minist.- Verf. vom 14. Dezember 1871, 
§ 4. 
Bei Stauanlagen für Waſſertriebwerke iſt eine Zeichnun 
der geſammten Stauvorrichtungen einſchließlich der Gerinne und j 
Wasserräder beizubringen. Außerdem ist ein Nivellement erforder- j 
lich, in welchem J 
a) das Längenprofil des zum Betrieb bestimmten Waſſerlaufs 
und des Mutterbachs, 
sowie J 
b) eine Anzahl von Querprofilen von beiden dargestellt ſein | 
muß, 
und welches ſoweit auszudehnen ist, als die Wirkungen der at. 
zulegenden Stauwerke reichen. Die Profile sind auf eine uw 
dieselbe Horizontale zu beziehen; die letztere iſt an einem unver- 
rückbaren Festpunkt anzuſchließen. 
Es bedarf ferner der Angabe über die Höhe des gewöhn- 
lichen, des niedrigsten und des höchsten Waſſerſtandes und über 
die Wassermengen, welche der Wasserlauf in der Regel führt, | 
ſowie der Ermittelung, welche Stauwerke ober- und unterhalb 
der projektirten Anlage zunächst derſelben ſich befinden. 
In dem Situationsplane sind die Grundstücke, welche an dett 
Wasserlauf stoßen, soweit der Rückstau reicht, mit der Nummer, 
welche ſie im Primärkataſter führen, und mit dem Namen des 
Eigenthümers zu bezeichnen. 
  
Für die erforderlichen Zeichnungen ist dauerhaftes, feſtes 
Material zu verwenden und ein Maßſtab zu wählen, welcher eine 
deutliche Anschauung gewährt; der Maßſtab iſt stets auf die 
Zeichnungen einzutragen. , 
Nivellements und die dazu gehörigen Situationspläne für 
Stauanlagen einſchließlich der Zeichnungen der Gerinne und 
Wasserräder (§ 4) sind von ſolchen Technikern anzufertigen, welche 
die nach der Königlichen Verordnung vom 28. November 1856 
(Reg.-Blatt S. 833) erforderliche Befähigung beſiten. Sonftigt 
 
	        

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