Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

betreffend die Feuerpolizei. 207 
Größere Vorräthe von Kohlen dürfen nur in Lokalen auf- 
bewahrt werden, welche den bezüglichen Bauvorſchriften entſprechen. 
Im Uebrigen kommt den Polizeibehörden zu, nähere Be- 
stimmungen darüber zu ertheilen, inwieweit die Aufbewahrung 
größerer Vorräthe anderer Brennmaterialien in oder in der Nähe 
von Gebäuden zulässig ist. 
§ 25. 
Stoffe, die nicht ohne Gefahr einer Entzündung bei einander 
liegen können, ohne Absonderung aufzubewahren, iſt verboten. 
Namentlich darf die Aufbewahrung größerer Vorräthe von 
Salpeter, salpetersaurem Natron (Chilisalpeter), chlorſaurem Kali 
und ähnlichen Salzen nicht für längere Zeit in demſelben Raume 
mit leicht feuerfangenden Gegenständen oder ſtarken Säuren 
stattfinden. 
§ 26. 
Ebenso ist verboten, gebrannte Kalksteine an oder in nicht 
massiven Gebäuden ohne ſichere Bewahrung vor Benetzung zu lagern. 
“ Vegetabilische Stoffe, wie Heu, Stroh, Oehmd, Flachs, Hanf 
und dergleichen, ſollen nur in trockenem Zustand in geſchloſſenen 
Räumen oder in Feimen aufbewahrt werden. 
Ist dies wegen schlechten Wetters nicht möglich, so iſt der 
betreffende Haufen sorgfältig zu beobachten, auch sind andere je 
nach der Beschaffenheit der Umstände von der Polizeibehörde zur 
Vermeidung der Selbstentzündung jener Stoffe angeordnete Vor- 
kehrungen zur Ausführung zu bringen. 
§ 28. 
Die in Spinnereien ſich ergebende Abfallwolle, und zwar 
sowohl die gefettete als die ungefettete, ist täglich aus den Arbeits- 
räumen zu entfernen. 
  
  
  
  
  
 
	        

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