Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

I. Bau-Ord. Art. 40 u. 41. 
Art. 40 ff.) die Umfassungswandungen von ausgemauertem oder 
sonst mit feuerſicherem Material ausgefülltem Fachwerk herzuſtellen, 
und es kann nach Umständen, wo größere Feuersicherheit dies 
erfordert, verlangt werden, daß das Fachwerk in einer gegen Feuer 
ſchützenden Weiſe verblendet oder verkleidet werde. z 
Blockwände sind nur bei einer Entfernung von 4,5 Meter 
von anderen Gebäuden (Art. 37 Abſ. 2) beziehungsweise von der 
Eigenthumsgrenze zuläßig. 
Art. 40. 
Die Anbringung eines Bretter- oder Schindelſchirms auf 
ausgemauerten Riegelwandungen ist in der Regel nur dann zu- 
läßig, wenn die betreffenden Gebäude mit ihren Dachvorsprüngen 
auf den in Frage kommenden Seiten von benachbarten Gebäuden, 
beziehungsweise von der Cigenthumsgrenze soweit entfernt ſind, 
daß im Brandfall eine Feuermittheilung nicht zu besorgen ist. 
Von dieser Beſchränkung sind jedoch ausgenommen : ] 
a) unbedeutende Bauweſen. und einzelne unbedeutende Bretter- 
und Schindelverkleidungen, welche zur Ausſchmückung von 
Gebäuden dienen; f 
b) Gebäudeseiten, zu deren Schutz ein Bretter- oder Schindelſchirm 
Bedürfniß und auf welchen eine Verblendung nicht haltbar 
iſt, wenn sie mindeſtens 4 Meter von benachbarten Gebäuden 
(vergl. Art. 37 Abs. 2), beziehungsweise der Eigenthums- 4 
grenze entfernt ſind ; 
c) Gebäude auf Einzelwohnſitzen. 
Art. 41. 
Die Bestimmung des Art. 40 Ab. 1 gilt auch für die Her- 
stellung von Bretterwandungen auf ungemauertem Fachwerk. J 
Cine Ausnahme hievon findet nur bei unbedeutenden Bau- 
wesen ſtatt. 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.