Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

         
64. II. Minist.- Verf. vom 23. November 1882, 
    
    
  
Letzteres gilt namentlich für Gebäude, welche sich an einen 
geſchloſſenen Ort unmittelbar anreihen oder gegenüber von iſolirte. 
Waldungen unter 30 Hektar. 
  
     
   
§ 25. 
Als Lager- und H o lz a b ſto ß p l ä z e im Sinne von 
Art. 31 ſind insbesondere ſolche Plätze zu behandeln, welche für 
die Dauer zur Unterbringung großer Vorräthe in der Weiſe ar 
gelegt sind, daß sich daraus polizeiliche Gründe von allgemeiner 
Bedeutung für die Forderung einer das gesetzliche Maß über- | 
steigenden Entfernung neuer Bauten ergeben, wie dies bei den 
Holzlager- und Abstoßplätzen des Staats oder von Korporationen 
und bei den zum Zwecke der Fernhaltung von Feuermittheilug 
an der hiefür geeigneten Oertlichkeit eingerichteten Lagerpläzen 
für leicht entzündliche oder schwer löschbare Stoffe der Fall i.. 
§ 26. 1 
Gebäude, welche eine Bedachung von Stroh oder Schindeln, 
ſoweit solche zulässig ist, erhalten oder zur Zubereitung oder uf 
bewahrung leicht entzündlicher und ſchwer löſchbarer Stoffe (vergl. 
Art. 49 der Bau-Ordnung) benützt werden, deßgleichen Gebäude, 
welche leicht brennbare Stoffe wie Heu, Stroh, Garben, Futter 
u. dergl. enthalten und auf einer gegen die Eisenbahn gekehrtn 
Seite offen oder nur mit Latten und dergleichen abgeschloſſen 
ſind, ſollen in der Regel von Eisenbahnlinien einen Abstand von 
mindeſtens 35 m, Gebäude mit Lander- oder mit Bretterdächen 
einen solchen von wenigstens 15 m einhalten. Außerdem soll biä 
in der Nähe einer Eisenbahnlinie gelegenen Gebäuden die Her- 
ſtellung bloßer Bretter- oder Lattenwände auf den gegen die Eisen- 
bahn gekehrten Seiten nur insoweit zugelassen werden, als die- 
ſelben mindeſtens 10 m von der nächſten Eiſenbahnſchiene ent- 
fernt sind. Im Uebrigen ſollen Gebäude, welche neu errichtet 
werden, mindeſtens 7 m von der nächſten Schiene entfernt 
bleiben. 
     
   
     
      
   
    
    
    
       
 
	        

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