Full text: Bauordnung vom 28. Juli 1910

  
     
    
      
    
   
     
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
     
  
376 Verf., betr. Einrichtung und Betrieb von Aufzügen. 
Die Umſschließung mit feuerfesten oder feuerſicheren 
Schachtwänden iſt jedoch nicht erforderlich für: 
1. Aufzüge, die dem § 3 entsprechend in Treppenhäu- 
ſern freiſtehend oder an der Außenſeite von Ge- 
. bäuden oder in Lichthöfen angelegt werden; 
2. Aufzüge, die im Innern von Gebäuden überein- 
ander gelegene Galerien verbinden; 
3. Aufzüge, die nur zwei unmittelbar aufeinander 
folgende Geſchoſſe oder nur Kellergeſchoſſe mit 
dem Erdgeschoß ‘verbinden, wenn in den durch 
den Fahrſtuhl verbundenen Geschossen keine seuer- 
gefährlichen Gegenstände lagern; 
4. Gichtaufzüge in allen Arten von Betrieben; 
5. Aufzüge in Gebäuden mit ungeschalten und un- 
verputten Zwiſchendecken, die an und für sich der 
Übertragung eines Feuers keinen Widerstand 
leisten. 
Kleine Aufzüge, d. h. Warenaufzüge für Speisen, 
Akten, kleine Erzeugnisse der Induſtrie und dergl., 
die nicht betretbar sind und höchstens 100 kg Trag- 
fähigkeit sowie nicht mehr als 0,7 qm Schachtquer- 
ſchnitt haben, bedürfen, soweit nicht nach vorstehenden 
Bestimmungen feuerfeste oder feuerſichere Wände über- 
haupt entbehrlich sind, nur feuersſicherer Schachtwände, 
und es können in unbedenklichen Fällen auch von dieser 
Vorschrift Ausnahmen im Rahmen der allgemeinen 
baupolizeilichen Vorschriften zugelaſſen werden. 
5. 
Abdeckung "lt Fahrſchäch te. 
Von feuerfeſten oder feuersicheren Wänden um- 
ſchloſſene Fahrſchächte, in denen die Förderung bis zum 
  
 
	        

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