Full text : Stuttgarter Hochschulführer (1929)

Die Württembergifhe Landesbibliothet
in Stuttgart.

Die Württembergijhe Landesbibliothek hat gegenüber
der Technifchen Hocohf{Hhule für die nichttehnifhen Fächer
die Stellung der wiffenfHaftlichen Hauptbisliothek. Sie
{pielt aber au darüber hinaus für die Angehörigen diejer
SHochfhule neben der dortigen Bibliothek eine Rolle. Des-Halb
 dürften einige Worte über fie am Plage fein.
Se HihHtlidHes. Die Landesbibliothek verdankt ihre
Sntftehung dem einftigen Landesherın Herzog Karl Cugen,
der im Iahre 1765 durch die Errichtung einer Öffentlichen
Bibliothek in Ludwigsburg den ®rund zu ibr gelegt hat
Diefe Gründung mit ihren ungefähr 10000 Bänden war
allerdings ein befheidener Anfang. Das Ludwigshurget
Domizil aber war glüdlidherweife nicht don längerer Dauer.
Schon im Jahre 1776/77 fiedelte die Bibliothek nach Stuttgart
 über, Und hier hat jie alsbald, dank der Sürforge
des Herzogs, dor allem dermöüge der Sinderkeibung ver
[Diedener Behördenbibliotheken einen Fräftigen Auffchwung
genommen, nad dem Tode des Herzogs fodann zum Bei:
Ipiel dur nambafte Säfkularifations-Crwerbungen eine
bejondere Bereicherung erfahren und im Laufe der Iahızehnte
 ih zu der ®röße und Geftalt entwicdelt, die wir
heute in der Landesbibliothek verkörpert fehen.
Sebäude, Die Landesbibliothek befindet fid in dem
ftattliden Renaifjance-Bau,. Nedarftraße Nr. 8, der im
Sahre 1878 begonnen und im Iahre 1883 bezogen worden
it. Bis dahin, und zwar don 1820-—1883, befand fich die
Bibliothek im „Indalidenhaus“, das auf dem dem jebigen
Bau unmittelbar vorgelagerten Vlab an der Nedarftraße,
dem heutigen Borgarten, ftand. Bor 1820 aber, das heißt
bon 1777—1820, hatte fie ihr Heim im „Herrenhaus“ am
Marktplaß. Das jebige Bauwerk zerfällt in. ein TÜR
wärts gelegenes Berwaltungs= und in ein frontales
Büchergebäude, die feuerficher voneinander ‚getrennt
und nur durch den AuskeihHeraum und den daruntzr befind:

96
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.