Die StudentenfHaft.
Ze Deutfche Studentenjchaft
son ftud. aeod. Frif Warber.
1929 fcheut die Deutiche StubdentenfHhaft auf ein zehn
jähriges Hefiehen zurücd, Das Gründungsjahr 1919 Konnte
wohl zu Der Anficht verleiten, fie fei ein Gebilde der
Redolution; der Abftand von zehn Jahren hat aber ge»
nügt, der Studentenfhaft Diefen Borwurf zu nehmen.
Sewiß hat fie ih in den NacHkriegsjahren gebildet, aber
die fo oft genannte „Schüßeng.abengemeinfdhaft“ war Die
Sriebfeder bes ZufjammenfHluffes. Die Gemeinjamkeit Des
großen Ringens, der Not, der Sorge um unjer Baterland
und um unfere Hochfhulen KLieß das Band über alle
Sondergruppen hinweg enger Inüpfen und führte fo zur
Bildung der Deutfhen Studentenfhaft als Selbjtorgani»
jation des kernenden Seilg der HochjHhule mit dem Ziele,
mitzuarbeiten an den nationalen Aufgaben der deutfhen
SHochjHulen, die diejfe als Pflegeftätten deutfher Kultur
En Deutfhen Seiftes dem Bolfe gegenüber erfüllen
mülfen.
Die Tatfadhe des zehnjährigen Beftehens läßt es uns
der Mühe Bert erfheinen, hier in Iurzen Zügen die Sntitebung
und das Iangjame Werden der Deutfhen StudentenfHaft
zu umrteißen.
An ihrer Oründung ift Stuttgart nicht ganz unbeteiligt
gewefen; neben dem Studentenausihuß der Univerfität
Berlin und Göttingen wurde der der Sechnijhen HochfHulke
Stuttgart mit den Borarbeiten für den nach Kriegs{Hhluß
3U gründenden Deutfihen Studententag beauftragt. Der
Beichluß wurde auf der StudententagunginIena
im Februar 1918 gefaßt; diefer Tagung war im Jahre 1917
die don Frankfurt vorausgegangen, der aber keine be-