Full text: Anleitung zur geographischen Ortsbestimmung : vorzüglich vermittelst des Spiegelsextanten

  
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‚weiche Hl. Prof. Kratzenstein im den Berliner 
‚Ephemeriden für’1782S- 133 beschrieben hat. 
Man’ befestigt nehmlich ein Messingblech un- 
gef ähr mit der Weltaxe parallel an der Mauer 
eines gegen Mittag liegenden Zimmers ober- 
halb: eines Fensters. Diese Platte hat einLoch 
von einer Linie im Durchmesser‘, * am dessen 
oberem Theile‘ eine feine Kerbe: ist, die den 
Silberfaden *) durchläfst ,- der oberhalb: der- 
selben‘ auf der Platte befestigt ist. Der Faden 
geht in das Zimmer! nach der gegenüberste- 
henden Mauer fort, wo eine messingene Klam- 
ner befestigt ist, die eine messingene Schrau- 
be mit einigen fein eingedrehten Kerben führt, 
und beynahe auf der Mittagslinie senkrecht 
steht: Ueber ‚eine von diesen Kerben wird 
der Silberdrat gehängt; und mit einem Ge- 
wicht gespannt. Von diesem Faden hängt ein 
darüber hin und her beweglicher feiner mit 
einem ‚kleinen Gewicht beschwerter Faden 
herab. Dem Gewicht gibt man ein großes 
Volumen und. hängt ®S zn ein Glas mit Was- 
ser, damit €s hald’zur Ruhe kömmt. 
Ist nun der ausgespannte Faden- in. der 
Mittagslinie, SO bestimmt. dieser mit dem her- 
abhängenden Loth .die Mittagsfläche« Will 
man’ also die Culmination der Sonne beobach- 
ten, so‘ stellt man hinter das Loth ein weils 
angestrichenes oder mit weißem Papier über- 
zogenes ‚Brett, SO kann man das. Vorüberge- 
hen des Sonnehnbildes vor dem Verticalfaden 
beobachten. . Wenn der Faden etwas von dem 
Breit 
#) Ich gebrauchte eine feine messingene Saite, 
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