Title:
Anleitung zur geographischen Ortsbestimmung : vorzüglich vermittelst des Spiegelsextanten
Creator:
Bohnenberger, Johann Gottlieb Friedrich von
Shelfmark:
1G 2912
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1568626070802/239/
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Mittagslinie macht, wenn der Gnomon noch 
fehlerhaft gefunden wird, das Azimuth der 
Ebene des Gnomons. Dieses kann man fin- 
den, wenn man weiß, um wie viel früher 
oder später die Sonne durch die Ebene des 
Gnomons gieng, als durch die Mittagsebene. 
Denn in dem sphärischen Dreyek PZS Fig. 46, 
wo‘Z das Zenith, P-der Pol, S der Ort der 
Sonne, und ZS ein Vertialkreis durch sie ist, 
verhält sich. 
Sin PS: sinPZS=5sinZS:sinZPS 
oder cosd:sina = cosk:sint 
Weil man hier @ und € als klein annehmen 
darf, so kann man statt ihren Sinus die Bogen 
selbst und % der Mittagshöhe der Sonne gleich 
sezen, welche AH=4qs=90°—=0 + d ist, 
folglich hat man 
_ cosd . 
 "sin(@—0) 
Beyspiel. Den 27. März 1792 war der er- 
ste Rand der Sonne an dem Verticalfaden 
um 23U-54 26”,5 
der 2te um 253 56 35,0 
Summe 47 51 1,5 
Hälfte 23 55 30,75 Mittelpunetd. © am 
Gnomon, 
Mittag um 253 56 14,07 (S. 123.) 
Fehl. d. Gnomons = 43,52 in Zeit. 
£=—649,8 im Bogen. 
O=48°45 
= 2 58 
@—0=45 45 
O5 Lg 
 
        

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