Volltext: Habilitationsordnung der Technischen Hochschule Stuttgart (1965)

(4) Will die Fakultät dem Zulassungsantrag nicht entsprechen, so legt sie 
ihn mit ihrer Stellungnahme dem Großen Senattzur Entscheidung vor. 
(5) Der Große Senat kann, ehe er seine Entscheidung trifft, aus besonde- 
rem Anlaß eine nochmalige Beratung innerhalb der Fakultät verlangen. 
(6) Lehnt der Große Senat die Zulassung ab, so ist das Habilitationsver- 
fahren beendet. 
(7) Wird die Zulassung nach Absatz 2 oder 3 abgelehnt, so gilt der An- 
trag als nicht gestellt. 
Habilitationsleistungen 
Über die Erteilung der Lehrbefugnis wird auf Grund einer Habilitations- 
schrift und eines wissenschaftlichen Vortrags mit anschließendem 
Kolloquium (Habilitationsleistungen) entschieden. 
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Habilitationsschrift 
(14) Die Habilitationsschrift muß eine selbständige wissenschaitliche 
Arbeit aus dem Fachgebiet darstellen, für das der Bewerber die Lehr- 
befugnis zu erwerben beabsichtigt. Die Arbeit muß hohen Ansprüchen 
genügen und geeignet sein, die wissenschaftliche Erkenntnis zu 
fördern. Sie soll unveröffentlicht seinz;. Ausnahmen kann die Fakultät 
genehmigen. 
2) Die Fakultät begutachtet die Habilitationsschrift und die anderen 
vorgelegten Arbeiten (83 (1) 4.)-. Hierzu wählt sie aus den Mit- 
gliedern der Fakultät einen Haupthberichter und mindestens einen 
Mitberichter, von denen einer ein planmäßiger Hochschullehrer 
sein muß. Besteht zwischen dem Hauptberichter und dem ersten Mit- 
berichter eine dienstliche Abhängigkeit, so muß ein zweiter Mit- 
berichter bestellt werden. Die Berichter erstatten je ein 
achriftliches Gutachten, in dem die Annahme oder Ablehnung vorge- 
schlagen werden muß, Die Gutachten sind selbständig zu begründen. 
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