Full text: Königlich Württembergisches Polytechnikum zu Stuttgart. Statut für die Diplomprüfung an der Fachschule für Architektur (1881)

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3) In der technischen Mechanik: 
Statik der Stein-, Holz- und Eisenkonstruktionen, Lösung der bezüg- 
lichen Aufgaben mit Benützung der höheren Analysis. 
4) In den Hochbaukonstruktionen: 
Kenntniss derselben in ihrem ganzen Umfange, einschliesslich der 
Feuerungsanlagen und der Grundzüge der Bauführung. 
5) In der Baugeschichte: 
Kenntniss derselben in ihrem ganzen Umfange, Vertrautheit mit den 
Bauformen sämmtlicher Architekturperioden. 
e 
6) Hochbaukunde: 
Anordnung der bürgerlichen Wohngebäude und der gewöhnlichen 
landwirthschaftlichen Gebäude, 
7) Entwerfen 
eines nicht zu umfangreichen Hochbauobjekts, wovon ein Blatt mit 
dem Pinsel ausgeführt, 
8) Encyklopädie der Ingenieurwissenschaft: 
Grundzüge des Strassen-, Eisenbahn-, Brücken- und Wasserbaus, 
IV. Prüfungsmodus, 
8. 9. 
Die Prüfung ist schriftlich, beziehungsweise graphisch in: 
1) praktischer Geometrie, 
2) technischer Mechanik, 
3) Hochbaukonstruktionen. 
^) Baugeschichte, 
5) Entwerfen; 
in den übrigen Füchern wird nur mündlich geprüft, übrigens kann die münd- 
liche Prüfung für einzelne Kandidaten auch auf diejenigen Fächer, in denen 
schriftlich geprüft wird, erstreckt werden. 
Soweit in der Prüfung selbst Zeichnungen zu fertigen sind, wird auf 
die Art und Weise der Ausführung derselben bei der Beurtheilung des Er- 
vebnisses in dem betreffenden Prüfungsfach besondere Rücksicht genommen. 
$. 10, 
In den Prüfungszeugnissen werden die Befähigungsstufen nach drei 
Klassen: 
Klasse I. (obere), 
» IT. (mittlere) 
„MI. (untere) 
bezeichnet. 
Jede Klasse zerfällt in zwei Abtheilungen: a. (obere) und b. (untere).
	        

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