Full text: Statut für die Diplomprüfung der Abteilung für Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart (1894)

— À 
g 11. 
In Bezug auf das Prüfungsverfahren einschliesslich der Feststellung 
des Prüfungsergebnisses gelten die einschlagenden Bestimmungen der in 
8 b erwühnten Ministerialverfügung (siehe deren 8S 9 —14). 
S 12. 
Für die Vorprüfung ist eine Gebühr von 30 Mark bei der Anmeldung 
und ausserdem für das Zeugnis eine Sportel von 3 Mark zu entrichten. 
B. Hauptprüfung. 
8 13. 
Voraussetzungen für die Zulassung zur Hauptprüfung sind: 
1) Die derzeitige oder frühere Immatrikulation als ordentlicher 
Studierender der Architekturabteilung; 
2) die Erstehung der Vorprüfung für die Diplomprüfung oder Staats- 
prüfung. Inwieweit die Vorprüfung an einer auswärtigen technischen 
Hochschule der hiesigen Vorprüfung gleich zu achten ist, ent- 
scheidet die Direktion auf Antrag der Architekturabteilung; 
3) für Abiturienten realistischer Vorsehulen ein mindestens 3l/9jáh- 
riges, für Abiturienten humanistischer Vorschulen ein mindestens 
4ljjàhriges Studium auf technischen Hochschulen. 
$ 14. 
Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung ist vor dem 15. Februar des 
Prüfungsjahres bei der Direktion der Technischen Hochschule einzureichen. 
Demselben sind beizufügen: 
1) Der Nachweis über die absolvierten Hochschulstudien ($ 13 Ziff. 3), 
2) das Zeugnis über die Erstehung der Vorprüfung, 
3) ein Lebenslauf, 
4) ein Zeugnis über sittliche Führung, 
5) von dem Kandidaten nach Erstehung der Reifeprüfung gefertigte 
Studienzeichnungen; die eigenhündige Ausführung derselben muss 
von der betreffenden Lehranstalt oder auf sonstigem Wege mit 
Angabe der Zeit der Fertigung beurkundet sein. 
Unter diesen Zeichnungen, deren Iuhalt auch bei der Fest- 
stellung des Prüfungsergebnisses berücksichtigt wird, müssen 
sich folgende n&her bezeichnete Darstellungen befinden. 
Angewandte Perspektive: Perspektivische, mit Schatten ver- 
sehene Darstellungen von Bauwerken. 
Freihandzeichnen und Aquarellieren: Darstellungen von 
Figuren und Aquarellen. 
Praktische Geometrie: Lageplan eines Gebäudes und die Dar- 
stellung eines Nivellements, beide nach Aufnahmen unter Mitwirkung des 
Kandidaten.
	        

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