Full text: Ordnung der Diplomprüfung für Elektroingenieure (1932)

ANHANG III / PRAKTISCHE WERKSTATTATIGKEIT 
rungen völlig nachkommen kann, daß er der Fülle neuer Eindrücke 
gewachsen ist, und daß er während dieser Werkstattlehrzeit die 
richtige Einstellung im Hinblick auf seinen späteren Ingenieur- 
beruf beobachtet. Es wird deshalb im allgemeinen nur diejenige 
Werkstattätigkeit anerkannt, die nach der vorgeschriebenen Reife- 
prüfung abgelegt worden ist. Anderweitige praktische Tätigkeit 
bedarf zur Anrechnung besonderer Genehmigung. 
Dauer und Zeiteinteilung 
4. Die in der Diplomprüfungs-Ordnung verlangte Mindestpraxis 
von 12 Monaten, von der mindestens 6 Monate zusammenhängend 
vor Beginn des technischen Studiums zu erledigen sind (siehe 
Ausbildungsplan), muß in den einschlägigen Fabrikationswerk- 
stätten erworben werden. 
5. Die Einrede, keine geeignete Praktikantenstellung gefunden 
zu haben wird grundsátzlich nicht anerkannt. 
6. Für Fehlzeiten an der Mindestpraxis von 6 bzw. 12 Monaten 
wird geeignete Ergänzung verlangt. Etwaige Unterbrechungen 
der Praxis durch Krankheit müssen durch einen Arzt begründet 
und beglaubigt sein, 
7. Wegen der Wichtigkeit praktischer Kenntnisse wird den 
Studierenden nachdrücklich empfohlen, für ihre gesamte praktische 
Ausbildung 18 bis 20 Monate aufzuwenden. 
8. Ein größerer Teil der praktischen Ausbildung, namentlich 
in den Sonderfächern (wie Elektrotechnik, Dampfturbinen- und 
Verkehrsmaschinenbau, wirtschaftliche Reihenfertigung usw.), wird 
zweckmäßig nach der Vorprüfung erledigt, da dann das inzwischen 
betriebene Fachstudium das Verständnis für Gestaltung, Her- 
stellungsverfahren, Fabrikeinrichtungen und Erzeugnisse wesent- 
lich unterstützt. Bis zur Mindestdauer von 12 Monaten muß auch 
diese weitere Praxis in Fabrikationswerkstätten bzw. auf Werk- 
plätzen oder Werften erworben werden. 
9. Über die als Mindestmaß vorgeschriebenen 12 Monate Fer- 
tigungspraxis hinaus wird, je nach Studienrichtung, eine Werk- 
tätigkeit bei Maschinen- und Apparateaufstellungen, bei Hoch- 
spannungsmontagen, in Kraft- und Umspannungswerken, auf 
Lokomotiven oder Schiffen, in Fernmeldez entralen, auf Flugplätzen, 
auf Prüfständen, in Laboratorien sowie in Betriebs- und Kon- 
struktionsbüros nachdrücklich empfohlen, 
10. Die zur Ergänzung der für die Aufnahme in die Technische 
Hochschule vorgeschriebenen 6 Monate (Ziff, 4) notwendige weitere 
praktische Ausbildung kann nach der Vorprüfung, und zwar 
zusammenhängend während 1 oder 2 Semestern oder in den 
Ferien erledigt werden, jedoch soll jeweils eine Arbeitszeit von 
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