Volltext : Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke (1920, Jg. 19)

Sept. 1920 Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. Nr. 272. 223

Die Zentralarbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutschlands.*)
(Mit Skizze.)

Dieser Name deckt das stille, aber für den
Wirtschaftsirieden so wichtige Zusammenarbeiten
ler führenden Männer der Industrie und des Gewerbes.
 In wichtigem Erkennen schon während der
Kriegsjahre von Einzelnen angebahnt, wurde die
dee der Arbeitsgemeinschaft in der höchsten Not
les Vaterlandes fast gleichzeitig in Düsseldorf, Kattowitz
 und Berlin um entscheidende Schritte der Verwirklichung
 näher gebracht. Die Revolutionsstürme
zelbst haben dann den festen Ausbau einer Zentralarbeitsgemeinschaft
 beschleunigt, in der Arbeitgeberund
 Arbeitnehmer - Organisationen einen Frieden
schlossen, um zum Wiederaufbau Deutschlands sich
gegenseitig die Hand zu reichen.
Zur Entwicklung gebracht und noch heute geragen
 wird die Zentralarbeitsgemeinschafit durch
die sogenannten Spitzenorganisationen. Auf Arbeitnehmerseite
 sind dies die fachlichen Berufsorganisationen
 der Angestellten und Gewerkschaften. Die
Arbeitgeber werden für die sozialpolitischen Fragen
durch die Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände,
 für die wirtschaftspolitischen Fragen durch

den Reichsverband der Deutschen Industrie und
den Reichsverband des Deutschen Handwerks verreten.
 Diese Spitzenorganisationen stellen im Einzerständnis
 mit den später zu erwähnenden Reichsırbeitsgemeinschaften
 den Zentralvorstand, bestehend
ws je 21 Arbeitgebern und Arbeitnehmern, auf;
erner sitzen ihre Vertreter auch im Zentralausschuß.
Dieser umfaßt vor allem eine Reihe von Delegierten
ler einzelnen Reichsarbeitsgemeinschaften, ihm
jegt deshalb auch die Regelung der über das Gejet
 der einzelnen Reichsarbeitsgemeinschaft hinauszehenden
 Fragen ob.
Die Glieder dieser Zentralarbeitsgemeinschaft
sind die einzelnen rein fachlich aufgezögenen
zeichsarbeitsgemeinschaften. Nachdem das Transjortgewerbe
 aus besonderen Gründen in eine
7arallelstellung getreten ist, bestehen augenblicklich
‘olgende Reichsarbeitsgemeinschaften:
für die Deutsche Eisen- und Metallindustrie,
der Nahrungs- und Genußmittelindustrie,
für das Baugewerbe,
der Textilindustrie,

‘) Hingewiesen sei auf das Heft „Arbeitsgemeinschaft“ von Otto Leibrock, Verlag Koehler-Leipzig, Preis M 7.—.

Spitzenorganisation der Z. A. 6.

Reichsverband
 der
Deutschen T
Industrie
N

Arbeitgeber

Arbeitnehmer
Gewerkschaften

Angestellte

Reichs-/erband
 des
Jeutschen
dandwerks
2

Vereinigung
{er Deutschen
Arbeitgeberverbände

x

Allgemeiner
Deutscher
Gewerkchaftsbund


jesamtverband
 der
°hristl. Gewerkschaft.

DeutschlAds

Verband der |
Gewerkvereine

/H.-D.}

Arbeitsgemeinschaft

freier Anzestellten-



Gewerkschaftsbund

der
Angestellten

Gesamtverband
 Deutscher
 Angestelltenge-



Zentralarbeitsgemeinschaft (Z. A. G6.).

|

Zentralvorstand

——

Zentralausschuss

'crard

\us-=-huß


Reichsarbeitsyemein-





weiß: Arbeitgeber- Ka
schwarz: Arbeitnehmer- Organisationen

*) Zur Bearbeitung von wirtschaftspolitischen Fragen.
Zur Bearbeitung von sozialpolitischen Fragen
            
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