Full text: ARCH+ : Studienhefte für architekturbezogene Umweltforschung und -planung (1968, Jg. 1, H. 1-4)

Neben dieser Teamarbeit wählt jeder Student ein Spe- 
zialproblem, das er selbständig in schriftlicher Form 
cingehend behandelt. Das Thema darf sich nicht vor- 
wiegend auf die Fächer seines Normalstudiums bezie- 
hen. 
Das dritte und vierte Semester wird hinsichtlich der 
Übungsarbeiten zusammengefaßt. Die interdiszipli- 
nären Gruppen arbeiten an der Planung eines größeren 
Gebietes, z.B. einer Region. 
Es soll in diesem zweiten Jahr versucht werden, die 
Wirklichkeit so weit als möglich zu simulieren und 
die Studenten auch mit den Spannungen der Teamar- 
beit und der Belastung von äußerer Konkurrenz und 
Kritik vertraut zu machen. Verlangt werden jene Un- 
terlagen, die für einen Gesamtvorschlag, z.B. be- 
treffend die Entwicklung einer Region, nötig sind. Ne 
ben dieser Teamarbeit übernimmt jeder Student als 
Einzelarbeit ein Spezialproblem aus der Landespla- 
nung, das er in schriftlicher Form eingehend behan- 
delt. 
Die Weiterbildungskurse für Berufstätige 
Die Weiterbildungskurse für Berufstätige gliedern 
sich in einen 1-jährigen Kurs für Ortsplanung und ei- 
nen 1-jährigen Kurs für Regionalplanung. Jeder Kurs 
schließt mit einer Prüfung ab. Das Programm beginnt 
alle zwei Jahre im August. 
Beide Kurse bestehen aus je 240 Vorlesungs- und 
Übungsstunden, die während je zwei mal drei Wochen 
am Institut absolviert werden, je vier zusätzlichen 
Zwischenkritiken und der für die Bearbeitung der 
Übungen zu Hause benötigten Zeit. Pro Jahr benötigt 
ein Teilnehmer etwa 1000 Stunden. 
Die Zulassungsbedingungen sind: 
- Kurs für Ortsplanung: Zugelassen wird jedermann, 
der sich über einen Hochschul- oder Technikumsab- 
schluß in einem der Grundberufe (Architektur, Bau- 
ingenicurwesen, Kulturingenieurwesen, u.ä.) aus- 
weisen kann. Andere Grundausbildungen können un- 
ter Umständen zugelassen werden, 
Kurs für Regionalplanung: Zugelassen werden nur 
Absolventen des Ortsplanungskurses mit guten Leis- 
tungen. 
Der Absolvent dieser Kurse soll fähig sein, bewährte 
Methoden und Verfahren der Planung räumlicher Ord- 
nungen in der Praxis anzuwenden. 
Der Absolvent des Kurses für Regionalplanung soll 
Kenntnisse besitzen, die ihm erlauben, durch Weiter- 
bildung das Ziel der Ausbildung für Akademiker zu 
erreichen. 
Die Übermittlung des theoretischen Wissens geschieht 
durch Vorlesungen, Seminarien und selbständiges 
Studium vorbereiteter Unterlagen. Großes Gewicht 
wird auf praktische Übungen gelegt; die wesentlichen 
sind: 
- Kurs für Ortsplanung: 
eine Ortsplanung für 5.000 bis 10. 000 Einwohner 
eine Ortsplanung für 15.000 bis 30. 000 Einwohner 
- Kurs für Regionalplanung: 
eine Regionalplanung als Gruppenarbeit 
eine persönliche Arbeit über ein ausgewähltes Thema. 
Prof. Dr. J. Maurer 
PORTRAIT 4 zusammengestellt von Lutz Kandel 
ARCH + 1(1968)H3 
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