Full text: ARCH+ : Studienhefte für architekturbezogene Umweltforschung und -planung (1969, Jg. 2, H. 5-8)

- einen Objektbereich, zusammengesetzt aus hierarchi- 
sierten Bauelementen, geordnet 
nach dem Mengenmerkmal 
zusammengesetzt aus Techniken 
oder Methoden eines industria- 
lisierten Bauablaufes, wie 
Bearbeiten, Fügen, Vormontage, 
Montage, etc, 
In einer Matrix der Produkt-Methoden-Beziehungen ist 
jede Aktivität mit je einer Angabe aus den beiden 
Merkmalsbereichen beschreibbar und abgrenzbar gegen- 
über anderen Aktivitäten. 
3. Die aufgeführten Beispiele liefern Klassifikations- 
schemata mit zweistelligen Relationen, durch Angabe 
eines Objektbereiches und durch Festlegung einer 
Menge von Verfahrensweisen. Hervorzuheben ist dabei. 
daß die Sache, der Gegenstand einer Disziplin prinzi- 
piell "nicht wissenschaftlich eingeführt werden kann, 
sondern er wird subjektiv gesetzt oder konstruktiv er- 
zeugt" (Moser, 2). Unter dieser Einschränkung sind die 
Versuche zu beurteilen, Dezimalklassifikationen in 
städtebaulichen Objektbereichen aufzustellen (6). Hier 
wird Städtebau aufgeteilt in Gegenstände, Eigenschaf- 
ten, Sachverhalte, jedoch nur im Sachbereich, ohne 
Bezug auf andere Merkmalsbereiche: 
3.1 Die Princeton-Study (7) erweitert das Klassifikations- 
schema der Disziplin Umweltplanung. Als dritter Merk- 
malsbereich wird der Ablauf eines allgemeinen Problem- 
lösungs- oder Entscheidungsvorganges eingeführt. Er 
gliedert sich in eine mehr oder minder aufgegliederte 
Abfolge von Schritten, die jeweils die Anwendung einer 
Menge der im Methodenbereich katalogisierten Techni- 
ken und Methoden umfassen. 
Die Einführung eines weiteren Merkmalsbereiches für ein 
dreistelliges Klassifikationsschema erhält ihre Berechti- 
gung aus wissenschaftstheoretischen Überlegungen. Bei 
methodisch vorgehenden Disziplinen (8) erfolgt in zu- 
nehmendem Maße eine Ausrichtung der Forschungsbe- 
mühungen auf den Prozeß, aus dem Forschungsresultate 
hervorgehen (Erforschung der Forschung). In dieser als 
heuristisch zu bezeichnenden Phase erscheint die "Unter- 
suchung des Machens von Etwas wichtiger als das Ge- 
machte selber" (Bense, 3). Unter heuristischen Vorzei- 
chen werden "Findekunst"-Verfahren Objekt einer wis- 
senschaftlichen Betrachtungsweise, d.h. der Begriff 
"schöpferisch" wird reduziert und auf wiederholbare 
Verfahrensstrukturen untersucht (Heuristik). Wenn man 
DBJEKT- 
BEREIC" 
j A 
Se 
(Bez 
WA pp METHODEN - 
A B cc O0 E_F BEREICH 
Abb. 2 Koordinatensystem der drei Merkmalbereiche 
Abb. 3 
| OBJEKTBEREICH 
DA 
| 0 OBJEKTUNABHÄNGIG 
1 KOMPONENTE 
En 
2 EINHEIT 
AZ 
3 GRUPPE 
4 BEZIRK 
BL 
5 GEBIET 
6 REGION 
METHODENBEREICH 
A FORMALE GRUNDLAGEN 
8 EMPIRISCHE GRUNDLAGEN 
C KOMMUNIKATIONSTECHNIKEN 
D LÖSUNGSVERFAHREN 
F EXPERIMENTALSTUDIEN 
€ REALISATIONSTECHNIKEN 
PLANUNGSBEREIC* 
a ZUSTANDSANALYSE UND 
PROBLEMDEFINITION 
6 FORMULIERUNG VON 
ALTERNATIVEN 
A“ 
© BEWERTUNG DER 
ALTERNATIVER! 
d AUSWAHL DER BESTEN 
ALTERNATIVE 
e MANAGEMENT UND 
REALISATION 
z.B.: Elemente, aus denen sich Einzelbauwerke zusammen- 
setzen (Wandelemente, Deckenelemente, Konstruktions- 
alemente) 
z.B.: Einzelgebäude mit formulierter Zweckbestimmung 
(Wohngebäude, Bürogebäude, Schulgebäude) 
z.8.: Zusammenfassung von Einheiten gleicher oder verschie- 
dener Zweckbestimmung zu einer Gebäudegruppe 
(Zusammenfassung von Wohngebäuden zu einem Quartier, von 
Löden zu einem Einkaufszentrum, von Schulen zu einem 
Schulzentrum) 
z.B.: Zusammenfassung von Gebäudegruppen verschiedener 
Zweckbestimmung und anderer Nutzungselemente zu einem 
städtischen oder ländlichen Bezirk 
z.B.: Zusammenfassung von städtischen oder ländlichen 
Bezirken mit überörtlichen Einrichtungen zu einem Gebiet 
NL) 
z.B.: Zusammenfassung verkehrsmäßiger, nutzungsmäßiger, 
wirtschaftlicher und politischer Beziehungen zu einer Region 
Mathematik 
Logik 
Semiotik: Syntaktik 
- Kombinatorik 
- Aussagenlogik 
= Begriffslogik 
- Wahrscheinlichkeitstheorie 
= Statistik 
Semantik 
- Bezeichnung 
Bedeutung 
- Realgehalt 
Progmatik 
= Interpretation 
Sinn 
Wertlehre 
ern 
Datensammlung effektiver Fakter 
angewandte Statistik 
Woahrscheinlichkeitsrechnung 
Systemtechnik 
Bedarfsermittlung 
Umfragetechniken 
Methoden der Wahrnehmungspsychologie 
konstruktive Meßverfahren 
bauphysikalische Meßverfahren 
akustische Meßverfahren 
metrische Meßverfahren 
photogrammetrische Meßvertahren 
Netzplantechnik 
Bewertungstechniken in Hinblick auf: Ziele 
Präferenzen und Kriterier 
Konsequenzen (CBA) 
Prognosetechniken 
Aufstellen von Modellen 
Cost-Benefit Analysis 
etc. 
Gliederung nach Abstraktionsgrad: 
Visuell-analytische Darstellungstechniken 
‚geometrische Darstellungen: räumliche Modelle 
Flächige Modelle 
Grundrisse, Schnitte 
Ansichten 
- topologische Darstellungen: Matrizen 
Graphen 
5prachlich-analytische Darstellungstechniken 
qualitative Beschreibung 
komparative Beschreibung 
quantitative Beschreibung 
el: 
nicht exolizit formulierbare Entwurfsvorgänge 
- Gestaltungsverfahren 
»xplizit formulierbare Entwurfsvorgänge 
Versuch-und Irrtum- Verfahren 
Entwurfsprozeß als Entwicklungs- und Entscheidungsprozeß 
Analyse von Entscheidungsfeldern (AIDA) 
Problemstrukturierung 
Kostenplanung => 
Srundrißoptimierungsmethoden (Cörelap, Craft, Parsons Verfahre 
Programmierungstechniker 
Modellversuche 
Test prognostischer Modelle 
Test konstruktiver Modelle 
modellstatische Untersuchungen 
Entwicklung von Modulsystemen 
Bauprogrammierung 
Umfragen 
 Herstellungstechnik 
Detailplanung 
Baumanagement 
Ausschreibung 
Durchführbarkeitsstudien 
Rationalisierungsverfahren 
Bauzeitenplanung 
Kostenplanung 
Anwendung von Bauvorschriften und Richtlinien 
= 
Bedarfsermittlung 
Umfragetechniken 
Datenverarbeitungstechniken 
Zielformulierungstechniken 
Modellentwicklung 
graphische Analyse von Form und Konstruktior 
qualitative Problemdefinitie: 
Operations Research 
Analyse von Entscheidungsfeldern (AIDA) 
Grundrißoptimierungsmethoden 
Programmierungstechniken 
Problemstroktunierur" 
Wahrscheinlichkeitsrechnung 
prognostische Modelle 
Cost-Benefit-Analysis 
Bewertung von Konsequenzen von Alternativen 
Bewertungstechniken 
Prognosetechniken 
Anwendung von Bauvorschriften und Richtlinier 
Ab 
Optimierungsverfahren 
Bewertungstechniken 
Durchführbarkeitsstudier 
Beratung 
Bauzeitenplanung 
Netzplantechnik 
Kostenplanung 
Finanzierung 
Anwendung von Bauvorschriften und Richtlinier 
Baurecht 
Herstellunastechniker 
ARCH+ 2 (1969) H.8
	        

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