Full text: ARCH+ : Studienhefte für Planungspraxis und Planungstheorie (1973, Jg. 5, H. 17-20)

Christoph Feldtkeller 
NUTZUNGSPLANUNG UND 
NUTZUNGSSTUDIUM 
Teil I: Die Bereiche der Nutzungs- 
planung und des Nutzungsstudiums, 
bestimmte Bereiche innerhalb der 
gesamten Betriebsplanung bzw. 
-forschung 
A) Der Bereich der Nutzungsplanung 
B) Der Bereich des Nutzungsstudiums 
Teil II: Methodischer Ansatz für das 
Nutzungsstudium, entwickelt für das 
Nutzungsstudium in Schulen mit 
Versuchscharakter 
Teil I: Die Bereiche der Nutzungsplanung und 
des Nutzungsstudiums, bestimmte Bereiche 
innerhalb der gesamten Betriebsplanung bzw. 
-forschung 
Die im folgenden dargestellten Konzeptionen der Nut- 
zungsplanung und des Nutzungsstudiums wurden auf 
der Grundlage von Erfahrungen in der Schulplanung, ge- 
nauer, Erfahrungen die im Institut für Schulbau der Uni- 
versität Stuttgart bei der Schulplanung im Rahmen der 
Schulreform gemacht wurden, entwickelt. 
Im Rahmen der Schulreform stellte sich die Aufgabe, 
Schulen mit Versuchscharakter einzurichten, über die 
bezüglich neuer Organisationsmodelle Erfahrungen ge- 
sammelt werden sollten, bevor diese Organisationsmo- 
delle zu Grundlagen der Planung der Regelschule(n) er- 
hoben werden. Genügte es hier einerseits nicht mehr, 
von traditionellen Organisationsmodellen auszugehen 
und diese durch geringfügige Modifikationen der neuen 
Situation anzupassen, so erwies sich andererseits die Or- 
ganisation der Planung als unzulänglich für die Aufgabe 
die den neuen pädagogischen Aufgaben entsprechenden 
neuen Organisationsmodelle zu entwickeln. So zogen 
die ersten Schritte zur Schulreform eine partielle Re- 
form der Planungsorganisation nach sich. Es wurden die 
zur Bewältigung der skizzierten Aufgabe notwendigen 
Planungsbereiche schwerpunktmäßig an wenigen Stel- 
len und damit in weitgehender institutioneller und per- 
soneller Isolierung von der übrigen Tätigkeit von Erzie- 
hungswissenschaftlern bzw. Architekten entwickelt. 
Was die architektonische Seite betrifft, so wurde ein 
bestimmter Aspekt, dessen Berücksichtigung zwar 
schon immer integrierter Bestandteil sowohl des pri- 
mitiven Bauens als auch der akademischen Architekten- 
tätigkeit war, der aber nie in dem Maß wie der Aspekt 
der Konstruktion (und der damit verbundenen ästhe- 
tischen Umwälzungen) Gegenstand theoretischer und 
methodischer Reflexion war — ganz im Widerspruch zu 
den Programmen des Funktionalismus, die sich eben 
auf diese beiden Aspekte bezogen —, ins Zentrum der 
Arbeit gerückt: der Aspekt der Nutzung der baulichen 
Umwelt.1) Im folgenden geht es um eine konzeptio- 
nelle inhaltliche Bestimmung dieses Planungsbereichs 
und seine Abgrenzung gegenüber benachbarten Berei- 
chen. Dies erfolgt in verallgemeinernder Form, also 
bezogen nıcht nur auf die Planung von Schulen, son- 
Als äußeriicher Grund für die weitgehende Isolierung die- 
ses Planungsbereichs von der übrigen Architektentätigkeit 
kann der Umstand genannt werden, daß die Beauftragung 
des Architekten, wie bei der Planung öffentlicher Gebäude 
mehr oder weniger üblich, über einen Architekturwettbe- 
werb erfolgt. Dies erfordert, daß ein Teil der baubezogenen 
Planung.eben derjenige, der unten als erste und damit die 
weitere Dlanunz wesentlich bestimmende Phase der 
Nutzungsplanung beschrieben wird, vorgezogen wird. Es 
muß ja cin Programm der baulichen Umwelt vorliegen, 
damit der Archtekturwettbewerb überhaupt stattfinden kann,
	        

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