Full text: ARCH+ : Studienhefte für Planungspraxis und Planungstheorie (ab H. 28: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen) (1975, Jg. 7, H. 25-28)

12 
Einsamkeit in 3/4 des Jahres flüchten. 
Wo sich keine Dauerbewohner für freiwerdende Grundstücke 
finden, sind freie gemeinnützige Trägergesellschaften oder 
entsprechende Vereine zu suchen, die die freien Parzellen 
einer sozialen, möglichst kollektiven Nutzung zuführen, im 
Sinne von: Kinderferienheim, Jugendhaus, Alten- und Müt- 
tererholungsstätten, Jugendzeltplatz, Schullandheim, Schul- 
gärten bzw. Kleintiergehege o.ä. Freiwerdende Grundstücke 
sollten auch an sozial schwache und kinderreiche Familien 
zur Bewohnung und Bewirtschaftung verpachtet werden. 
Gewerbliche Interessen sind in jedem Fall abzuwehren. Zur 
tendenziellen Öffnung der Siedlung für die erholungssuchen- 
de Bevölkerung ist eine Reihe von Maßnahmen durch Sied- 
lerinitiative denkbar: 
1. neue Wege zur Verbindung der Siedlung in Nord-Süd- 
Richtung und Ost-West-Richtung über die Quickborner 
Straße hinaus 
evtl. Verbreiterung der Wege 
deutliche und optisch gefällige Kennzeichnung der Wege, 
auch als Wanderwege, mit Wegweisern 
4. allmählich niedrigere Zäune, damit Ghettoeindruck 
schwindet. 
Parkbänke und Papierkörbe an dafür geeigneten Stellen 
Gemeinschaftsparzellen mit Bürgerhaus und Kinder- 
spielplatz 
7. Bolzplatz im Dreieck Wittenauer Straße /Trasse 464 
8. evtl. Aussichtsturm mit Blick über Barnim und Stadtge- 
biet 
Anlage eines „Quickbornes‘“, eines öffentlichen Brunnens. 
der das wohlschmeckende klare Mühlenbergwasser spen- 
det (Attraktion für alle chlorwasserverseuchten Berliner) 
(siehe auch die Verbesserungsvorschläge der Grünen 
Hand zum Wettbewerb Lübars),‘‘ 
Ehrlinger/Ettinger/Merz 
Wolfgang Ehrlinger, Barbara Ettinger, Hans G. 
Merz 
MOBILHEIM-INDUSTRIE 
MODELL INDUSTRIALISIERTER PRODUK- 
TION ODER RATIONALISIER TEN BETRUGS? 
Widmung und Warnung: dem Deutschen Gewerkschafts- 
bund (DGB) 
I. Anlaß unserer Untersuchung 
II. Mobile Homes (MH) in den USA 
1. Der MH-Boom 
1.1 Großer Marktanteil der MH 
1.2 Hoher Industrialisierungsgrad der MH-Produk- 
tion? 
Günstige Startbedingungen für die MH 
Rechtliche Definition der MH als Fahrzeuge 
Übernahme von Vorleistungen der KFZ-In- 
dustrie 
Die „Niedrigpreis-Strategie‘“ der MH-Produzen- 
ten und der MHMA 
Rationalisierung der Beschaffung von MH- 
Montageteilen 
Rationalisierung und Effektivierung der MH- 
Montage 
Erleichterung des MH-Kaufs und Erweiterung 
des MH-Marktes 
MH-Industrie: auf dem Weg in die Krise? 
5 MH-Bewohner: eine neue Randgruppe? 
6. MH: der große Betrug? 
7. Ein Zitat an Stelle eines Resumees 
Mobile Homes (MH) auf dem Wege nach Europa 
Mobilheime (MH) in der BRD 
1. Kein MH-Boom 
2. _Ungünstige Startbedingungen für MH 
3. Die „Salami-Taktik“ der MH-Branche und 
des DMHV . 
Verbreitung einer MH-freundlichen Naher- 
holungsideologie 
Durchsetzung eines rechtlichen Sonderstatus 
für MH 
ME: nicht zu bremsen? 
I. ANLASS UNSERER UNTERSUCHUNG 
Anfang 1973 wurde von Mitarbeitern des Instituts für 
Baukonstruktion und des Instituts für Bauökonomie an 
der Universität Stuttgart der 1. Teil der Forschungsar- 
beit „Planungs- und Vergabeverfahren im industrialisier- 
ten Bauen‘ 1) abgeschlossen. In diesem 1. Teil wird am 
Beispiel des Bauhauptgewerbes der BRD der vergleichs- 
weise geringe Industrialisierungsgrad der Bauproduktion 
nachgewiesen. Danch werden — abgeleitet aus einigen 
grundsätzlichen Überlegungen über den Zusammenhang 
sozial-ökonomischer und wissenschaftlich-technischer 
Entwicklungen —,Behinderungen‘‘ benannt, deren Zu- 
sammenwirken die Verzögerung der Industrialisierung
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.