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Mitteilungen der Vereinigung der Elektrizitätswerke. Nr. 277. Nov. 1920
iormator weist eine Benutzungsdauer von rd.
3770 Stunden im lahr auf, ist also sicher oft über-
lastet.
Zum Schluß seien noch die nachstehenden
mir zugegangenen Anregungen ausgesprochen,
„Die Verluste in den einzelnen Teilen der Ge-
sanıt-Verteilungsanlagen (Hochspannungsnetz, Trans-
iormatoren, Niederspannungsnetz, Zähler) lassen
sich in hinreichend zuverlässiger Weise rechnerisch
ermitteln, um als „Verlustsollzahlen“ in der Verlust-
bilanz verwertet zu werden. Wichtig ist, daß für
die Praxis einfache Rechnungsmethoden für die Er-
mittelung der Verluste — die von Zeit zu Zeit zu
erfolgen hat — eingeführt werden. Für die konstanten
Eisenverluste der Transformatoren und Nebenschluß-
verbrauchszahlen der Zähler sind die Rechnungs-
unterlagen einfach gegeben. Schwieriger ist die
Ermittelung der betriebsmäßigen Verluste — falls
keine Zählermessungen stattfinden — in den
Wickelungen der Transformatoren und in den
‚eitungen. Diese Verluste hängen bei gegebenem
‚eitungswiderstand vom quadratischen Mittelwert
ter Strombelastung ab und sind bei den üblichen
Zelastungsfaktoren in Ueberlandnetzen erheblich
reringer, als meistenteils angenommen wird. Außer-
ırdentlich wichtig wäre es, daß mit Hilte von genau
‚eigenden Strommessern in verschiedenen Orts-
;tationen der Verlauf der Strombelastung für einen
vroßen Zeitraum aufgetragen wird, um Unterlagen
ür die Ermittelung der quadratischen Werte zu er-
alten. Diese können dann in.hinreichend genaue
Zeziehung zum Belastungsfaktor gebracht und zur
3ildung eines Verlustfaktors verwertet werden.“
Die Schaffung solcher Unterlagen hat noch
:inen weiteren Zweck. Es sollen daraus Mängel
‚on Verträgen ersichtlich, neue Gesichtspunkte für
/erhandlungen und Projekte geschaffen und nicht
zuletzt zweckmäßige Grundlagen zur Hebung der
Nirtschaftlichkeit der Ueberlandwerke geschöpft
verden.
Ein Verfahren zur Bestimmung des Nutzeffekts von Bügeleisen.
Mitteilung aus der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt von Dr. V.Engelhardt.,
Es wird eine Methode angegeben, den Nutz-
effekt von Bügeleisen zu bestimmen. Sie besteht
Jlarin, daß die von der Grundfläche des Bügel-
eisens an ein Wasserkalorimeter abgegebene
Wärmemenge aus der verdampfiten Wassermenge
armittelt wird. Die durch die Wärmeverluste des
Kalorimeters bedingte Korrektion wird durch einen
zweiten Versuch bestimmt.
In den Normalien des Verbandes Deutscher
Alektrotechniker für Koch- und Heizapparate in
Niederspannungsanlagen*) werden nur Anweisungen
jür die elektrische Prüfung solcher Apparate ge-
eben. Für die Bewertung der thermischen
Eigenschaiten hat man aber vielfach noch keinen
Anhalt. Selbstverständlich muß ıman bei einer
solchen Bewertung auf den Verwendungszweck des
Apparates achten, d.h. es darf bei der Feststellung
Jes Nutzeifekts nur diejenige Wärme in Rechnung
yesetzt werden, die bei dem betreffenden Apparat
nutzbringend angewendet wird. Im Falle eines
Kochtopies liegen die Verhältnisse sehr einfach. Es
zenügt beispielsweise festzustellen, wieviel Joule
zur Erhitzung von 1 Liter Wasser von 20° auf 100°
zebraucht werden. — Bei einem elektrischen Bügel-
eisen wird nur diejenige Wärme praktisch aus-
yenutzt, welche durch die Grundfläche an die
leuchte Wäsche abgegeben wird. Bei der Messung
des thermischen Nutzeffekts eines Bügeleisens muß
darum die von der Grundfläche abgegebene Wärme
pestimmt werden, wobei die Verhältnisse während
des Plättens von feuchter Wäsche möglichst nach-
zuahmen sind. Diesen Aniorderungen soll der im
iolgenden beschriebene Apparat genügen.
Eine flache rechteckige Blechschale s von
22X 16 cm Fläche und 3 cm Höhe ist gegen
Wärmeabgabe nach unten und nach den Seiten
durch die Filzumhüllung f möglichst geschützt.
Durch das Rohr r steht die Blechschale in Ver-
aindung mit dem kleinen Gefäß g von 5X 5X 3 cm,
*) Normalien, Vorschriften und Leitsätze des Ver-
handes Deutscher Elektrotechniker, 9. Auflage, Berlin, 1914,
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n das die Oeffnung des Glasballons B taucht,
Derselbe hat einen Inhalt von etwa 700 ccm und
rägt an den engeren 2 cm dicken Ansatzröhren je
ne Marke m. Die Blechschale und der Glasballon
verden, um Kesselsteinansatz beim Verdampfen zu
‚ermeiden, mit destilliertem Wasser gefüllt. Das
ıus der Schale verdampfte Wasser. wird aus dem
3allon B, sobald das Niveau unter die Oeffnung
les Ballons gesunken ist, selbsttätig ersetzt. Um
lie Kapilarwirkungen herabzusetzen, muß man die
deffnung des Glasballons parafinieren. Weiterhin
nuß das Gefäß g ein möglichst kleines Volumen
‚esitzen; es wird dann das Wasser aus B in kleinen
Aengen und in kurzen Zwischenräumen abgegeben,
;o daß das Niveau der Wasseroberfläche, in welches
las Bügeleisen eben eintaucht, unverändert bleibt.
Jer ganze Apparat ist auf dem Holzbrett A fest
nontiert.
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In der Schale s wird das Bügeleisen auf kleine
?orzellanisolatoren so aufgesetzt, daß die Grund-
»latte 1.bis 2 mm unter das Wasser taucht. Das
3Zügeleisen wird elektrisch beheizt und bringt das
Nasser zum Sieden: zunächst ersetzt man das ver-