Reparatur der Industrielandschaft
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Günter Schlusche, Werner Albrecht _
Von der natürlichen Flußlandschaft über ein zerstörerisches Nutzungschaos
zur vernetzten Stadtlandschaft
Beitrag zum Schinkelwettbewerb Städtebau 1979/80
[GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG
DES SPREETALS
{n seinem ursprünglichen Zustand war das
Spreetal zwischen Schloß Charlottenburg
und Spandau eine natürliche Fluß- und
Auenlandschaft. Der Fluß sorgte mit seinen
verzweigten Nebenarmen, Tümpeln
und Fließen für einen natürlichen Wasserstandsausgleich.
Sandige Trockeninseln
und Randflächen boten sich zur Besiedelung
an.
Erste Industrieansiedlungen wie Ge-\wehr-
und Pulverfabriken entstanden zwischen
1600 und 1700 an den Ufern vor
der Stadt.
In Charlottenburg wurde zwischen
1670 und 1729 der Barock-Park angelegt
(Entwurf Friedrich Eosander).
In dieser Zeit wuchs. die Bedeutung
der Spree als Wasserstraße, so daß man
sich entschloß, den natürlichen Flußlauf
ae des Spreetals um 1840}, *
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zu begradigen, zu kanalisieren und den
Wasserstand durch Schleusen zu regulieren.
Der Bau der Berlin-Hamburger Eisenbahn
(1848), deren Schienenstränge hier
parallel zum Fluß verlaufen, war ein zusätzlich
wichtiger Standortfaktor für Industrieansiedlungen.
Diese Industrieansiedlungen brachten
zwangsläufig einen Wohnraumbedarf in
der näheren Umgebung mit sich, der zur
Gründung von neuen Stadtrandsiedlungen
führte, wie: Haselhorst und Siemensstadt.
Entwicklung nach 1945
Diese vor dem 2. Weltkrieg noch „verhältnismäßige’””’
Entwicklung des Spreetals
wurde nach 1945 durch die räumlichen
Zwänge in der Stadt und durch planerische
Kurzsichtigkeit chaotisch.
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Eine Anhäufung von zentralen Verund
Entsorgungseinrichtungen beschleunigten
die Zerstörung dieser Stadtlandschaft.
Es entstanden:
o Das Klärwerk Ruhleben (1962), das
z.Zt. 75.000 m3/Tag Abwasser reinigt
und das auf 315.000 m3/Tag erweitert
werden soll.
Das Müllverbrennungswerk Ruhleben
(1972), das den Müll von 1,1 Mio.
Einwohnern verbrennt.
Ein zentrales Tanklager für Öl und
Benzin.
Ein Kunststein- und Betonwerk auf der
Spreehalbinsel Sophienwerder.
o Ein Ziegelbrechwerk.
Das Wasserwerk Jungfernheide wurde erweitert
und somit ein großer Teil des
Spreeufers für die Öffentlichkeit unzugänglich.
Weitere Freiflächen wurden
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