Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

Vermischtes ... 
zur Ökologie ... 
Ökologische Psychologie und 
Stadtentwicklung 
Wie die städtische Umwelt den 
Menschen formt hat Klaus-Peter 
Kalwitzki am Beispiel Bochum un- 
tersucht. Nach grundsätzlichen 
Jberlegungen zum Verhältnis 
Mensch und städtischer Lebenswelt 
lokumentiert und analysiert er die 
‚ommunalpolitische Auseinander- 
setzung in Bochum um ein sinnvol- 
'es Nahverkehrskonzept. 
Kalwitzki, K.-P., Ökologische Psy- 
;hologie und Stadtentwicklung, 
Westarp-Verlag, Bahnhofstr. 50, 
4330 Mülheim/Ruhr 1, DM 44,-. 
Wohn-Bedürfnisse 
stehen im Mittelpunkt einer wis- 
zenschaftlichen Arbeit. 
Stanek, Heinz, Biologie des Woh- 
nens, Klett-Cotta, Stuttgart 1983. 
5M22- u 
Grünes Bauen — Grünes Wohnen 
Nach einer Oko-Markt-Genossen- 
schaft, einem Bio-Haus mit ange- 
schlossener ökologischer Bildungs- 
stätte: plant jetzt der ’Ring Deut- 
scher Siedier’ eine ökologische 
Wohnanlage in Hennef-Uckerath. 
Kontakt: Ring Deutscher Siedler, 
Luisenstr. 154, 4050 Mönchenglad- 
hach 1. ® 02161-38 501. 
Biologisches Bauen — eine Litera- 
urdokumentation” 
Unter diesem Titel legt das Infor- 
mationszentrum Raum und Bau 
der Fraunhofergesellschaft, Stutt- 
art, im Eigenverlag eine Übersicht 
ler relevanten Schriften und Ver- 
öffentlichungen zum genannten 
Thema vor. 
Zu beziehen über: Fraunhofer-Ge- 
sellschaft, Nobelstr.12, 7000 Stutt- 
gart 80. 
Stadtökologisches Manifest 
Das Stadtökologische Manifest 
wird vom Bund Naturschutz in Bay- 
an heransgegCben. 
Die erste Fassung des Stadtöko- 
'ogischen Manifestes wurde unter 
Fachleuten besprochen. Nach meh- 
reren Planungsjahren gibt es inzwi- 
schen eine feste Bauherrengemein- 
schaft, die entschlossen ist, das Mo- 
dellprojekt durchzuführen. Die 
Planung wird von der Stadt Bam- 
Jerg unterstützt. ; 
Das Manifest umfaßt 72 Thesen, 
die sich u.a. mit Wechselwirkungen 
zwischen Mensch und Stadtumwelt 
beschäftigen: Nachbarschaften — 
Umweltschutz — Verkehrsverrin- 
gerung — Natur- und Heimatschutz 
— USW. 
_ Die Verflechtung von Politik und 
Jrtsplanung wird angedeutet, 
Das Ziel des Stadtökologischen 
Manifestes ist es, das Gespräch zwi- 
schen Bürgern, Fachleuten und Po- 
litikern über die zukunft des Bau- 
ens herbeizuführen. 
Verantwortlich: Theodor Henzler, 
Dipl.Ing., Architekt BDA, Mitter- 
kreith 2. 8411 Beratzhausen 
zur Wohnungspolitik 
Hilfe zur Mieterberatung 
Zine übersichtliche und für die 
Mieter eindeutig parteinehmende 
Mietrechts-Fibel hat der Dreisam- 
Verlag herausgebracht. Ein kleines 
Manko hat die Fibel: die Kenntnis 
der neuen Mietrechtsbestimmun- 
gen wird vorausgesetzt. 2 
Endriß, Rainer, Mieterrechte 
Freibure, 151S5., DM 12,80. 
BI erstellt Schwarzbuch 
22 Fälle von Spekulation und Miet- 
wucher hat die Bürgerinitiative 
Retet Neuhausen’ (ein Münchner 
Altstadivie tel ausführlich doku- 
nentiert. Das Schwarzbuch umfaßt 
laneben noch einige grundsätzliche 
Jberlegungen zu den Ursachen der 
‚ufgezeigten Wohnungsnot. 
Kontakt: BI Rettet Neuhausen, 0/0 
Monika Ziehaus, Blutenburgstr. 
76, 8000 München 19, Schutzge- 
yühr: DM 6.- . 
Neue Mieterzeitung 
Der neue Münchner Mieterverein 
Mieter helfen Mietern’ hat die or- 
;ste Nummer seines ’Mieterspiegels’ 
herausgebracht. 
Kontakt: ’Mieter helfen Mietern” 
Leonrodstr. 10, 8900 München 19 
Kirche und Wohnungsnot 
’Probleme des Wohnens in bedroh- 
ten Altbauwohnungen” heißt eine 
Broschüre der Stadtmission Nürn- 
berg e.V., Arbeitskreis Gemeinwe- 
senarbeit, Vestnertorgraben 9 
Reb.. 8500 Nürnberg 10. 
Ich weiß Bescheid 
Unter diesem Motto hat der Berli- 
ger Mieterverein zusammen mit 
MT’s und Stadtteilgruppen eine 
berlinweite Aufklärungskampagne 
zegen die Unwissenheit der Mieter 
gestartet. Dazu gibt's eine Bro- 
schüre: 10 Stück für 2,50 DM. 
Kontakt: Berliner Mieterverein 
Sn Spichernstr. 12, 1000 Berlin 
Ton-Dia-Schau über Neue Heimat 
Wie die Neue Heimat ihre Spekula- 
ionsgeschäfte betreibt, ist gar nicht 
so einfach rauszukriegen, ge- 
schweige denn zu vermitteln. ) 
Die Ton-Dia-Show ’Vom Sozial- 
palast und anderen Palästen’ eignet 
sich hervorragend für öffentliche 
Veranstaltungen. 
4Auszuleihen Beim: Berliner Mieter- 
verein 
Studentische Wohnungsnot 
Die Projektgruppe Wohnen’ im 
AStA-Kulturzentrum der Uni 
Augsburg hat eine Dokumentation 
erstellt, die studentische Woh- 
nungsnot als Teil der Spekulation 
am Grund und Boden abhandelt. 
Schutzgebühr 1,- DM. 
Kontakt: AStA-Kulturzentrum 
2.V., Mittlerer Lech 7, 8900 Augs- 
burg. 
Colloquium Biologie und Bau- 
en am 10. November 83 an der 
Hochschule der Künste Berlin 
Vorträge 
9.30 h 
Werner Nachtigall, 
Biophysiker, (Univer- 
sität Saarbrücken): 
Form und Funktion — 
Phantasie der Schöp- 
fung 
J.-G. Helmcke, Biolo- 
ge (TU Berlin); Natur 
und Kunst — Ganz- 
heitliche Betrachtung 
Tobias Noser, Archi- 
;ekt, (HdK Berlin): 
Modelle zur Formbil- 
dung von Natürlichen 
Strukturen 
Frei Otfo, Architekt, 
‘Universität Stutt- 
part): Architektur des 
Cebens 
jesrächsrunde zum 
I’hema Biologie und 
3Zauen mit den Refe- 
‚enten u.a. 
Hochschule der Kün- 
steBerlin 
Adardenbergstraße 33 
1000 Berlin 12 
;örsaal 110 
Veranstalter: Tobias Noser, HdK 
Zerlin, Fachbereich Architektur, 
Tel.: 030/310331 Verwaltung App. 
151 
1.00h 
14.00 h 
5.00h 
17.00 h 
EZ 
{nformationenaus dem Bundestag 
Was brütet die CDU/CSU/FDP- 
Mehrheit in der Wohnungspolitik 
gerade aus? DIE GRÜNEN haben 
nit W. Sauermilch einen Vertreter 
ım Ausschuß für Raumordnung, 
Bauwesen und Städtebau. 
Warum sollten BI’s, MI’s oder 
Mietervereine Sauermilch nicht um 
Informationen anzapfen? 
Kontakt: DIE GRÜNEN im Bun- 
Jdestag, Bundeshaus, 5300 Bonn 1, 
m (V728/16-4845/4944. 
Ideenwettbewerb Innenhofbebau- 
ung Rathaus Römer in Frankfurt 
Zulassungsbereich: BRD einschl. 
Berlin. Abgabetermin: 4 Wochen 
nach Veröffentlichung. Auslober: 
[nstitut UÜberbau, Hedderichstr. 
10, 6 Frankfurt/M. 70. Teilnehmer: 
Praktiker und Studenten aller ge- 
stalterischen Fachrichtungen und 
eine Einladung. Preisgericht: Ru- 
dolf Matyschik, Joachim Schwar- 
zenberg. Preise: 3 Sachpreise im 
Gesamtwert von DM 200,-. 
Aufgabe: In Ergänzung zum 
kommunalen Konzept ’Das neue 
Frankfurt’ werden vom Auslober 
Gestaltungsideen für den Innenhof 
des traditionellen Rathauses Rö- 
mer gesucht. Den Bemühungen zur 
Überbauung aller in Frankfurts In- 
nenstadt vorhandenen Plätze und 
städtebaulichen Freiräume soll mit 
dem Wettbewerbsergebnis ein neu- 
er Impuls gegeben werden. Überle- 
gungen zur Integration des Amts- 
zimmers des Oberbürgermeisters 
gehören zur erweiterten Wettbe- 
werbsaufgabe. 
Leistungen: Alle zum Verständ- 
nis der Lösung notwendigen Dar- 
stellungen. Unterlagen: Gegen 
Übersendung von Briefmarken im 
Wert von DM 4,- sowie einem 
adressierten Freiumschlag Format 
(San den Ausloahber 
Rudolf Matyschik 
Joachim Schwarzenberg 
Martin-Luther-Straße 11 
6 Frankfurt/M. 1 
= (0611/49 58 23 
ZUR 
GLAUBWÜRDIGKEIT 
DES SCHLAGENDSTEN | 
ARGUMENTS ALLER 
AUFRÜSTER 
einen neuen Hinweis,’ 
nachdem bereits allge-., 
mein bekannt sein dürfte, 
daß vor 100 Jahren Berta 
von Suttner (”Die Waffen 
nieder”) und Alfred Nobel 
(Dynamit-FriedensNobel) 
darüber lange debattier- 
ten, ob (wie sie glaubte), 
die Abrüstung oder (wie 
er meinte) die Aufrüstung 
mit den unvorstellbarı 
wirksamen Waffen am 
besten den Weltfrieden, 
befördern könnten. A 
Damals präsidierte immer- 
hin schon der russische 
Zar Nikolaus der ersten 
Weltabrüstungskonferenz. 
Die Zukunft liegt wahrlich - 
hinter uns. 
Jean Paul hat ” die Hoff-} 
nung, daß der Zwang 
zum Rüstunzsweitlasl 
den häßlichen Widerstreit 
zwischen Moral und 
Politik, zwischen Men- 
schen und Landesliebe 
zum Erliegen bringen wird. 
Die Staatskörper werden, 
unter der Strafe des Ge-) 
wehrtragens erliegen und 
gemeinschaftlich ihre‘ 
schwere Rüstung auszie-' 
hen. Der Mechanikus Hen-' 
ri in Paris erfand Flinten, 
welche nach einer Ladung 
14 Schüsse hintereinander 
geben. Welche Zeit wird 
hier dem Morden erspart 
und dem Leben genom- 
men! Und wer bürgt 
unter der unermeßlichen 
Entwicklung der Chemie 
und Physik dagegen, daß. 
nicht endlich eine Mord- 
maschine erfunden wer- 
de, welche wie eine Miene 
mit einem Schusse eine 
Schlacht liefert und 
schließt, so daß der Feind) 
nur einen tut, nd 
gegen Abend der Feldzug 
abgetan ist.” 
(aus: Gunter de Bruyn, 
Das Leben des Jean Paul 
Friedrich Richter, A 
Fischer TB 980, Ffm, 1978, 
S 797)
	        

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