Volltext: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

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Das Mauern auf der Leere 
Der Bogen 
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Die Römer sind Meister des gemauerten Bogens gewesen. Noch heute 
ragen die gewaltigen Pfeiler und Rundbögen einer römischen Wasser- 
leitung über den Dächern von Ars an der Mosel empor. 
Durch die neuen Möglichkeiten, mit Eisen und Beton große Räume 
freitragend zu überspannen, wurde der Rundbogen, diese klassische 
Form echten Maurerhandwerkes, weitgehend verdrängt: das Her- 
richten der Leere, Behauen der Steine, ihr Versetzen, von beiden Seiten 
beginnend in gleichmäßigem Fortschritt. Das „Setzen des Schluß- 
steins“ im Scheitelpunkt des Bogens kennt der Laie fast nur noch als 
Sprichwort, nicht mehr aus eigener Anschauung. 
Als Begrenzung der unregelmäßigen Bruchsteinmauer und Anschlag 
für Tor, Tür und Fenster dient meist das Natursteingewände. 
Bei einem Backsteinmauerwerk scheint die Verwendung des 
Gewändes, wie es in letzter Zeit vielfach geschieht, nicht recht sinnvoll, 
denn der Backstein ist im Gegensatz zum Bruchstein ein sehr geeignetes 
Material zum Aufmauern von Tor-, Tür- und Fensterlaibungen. 
Der fertige Rundbogen 
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