bildung des Studierenden, die er fich vor dem Studium währen
ziner bhalbjährigen YWerkftattätigleit, womöglich in einer Motor
fabrit erwerben muß. Von befonderem Vorteil ift es aber für de
Erfolg des Studiums und für das rafche Sortiommen im Beruf
wenn der Studierende feine ganze praktifche Tätigkeit vor dem Stu
dium erledigt und zwifdhen der Vorprüfung und dem zweiten Ti
des Studiums in einer Motorenfabrik einige Zeit, möglichft ein Jah
lang, als Techniker auf dem Ronftruktionsbüro und audh in der Ent
wurfsabteilung für Bearbeitungsvorridhtungen, arbeitet, VOährent
der praktifchen Tätigkeit ift Wert auch auf die Ausbildung in der
Sießerei zu legen, denn die dort erworbenen Kenntniffe find für d
Konftruktion der Motoren nach dem Stand der Technik unentbehrlid
Zur prattifchen und wiffenfhaftlichen Ausbildung gehört die Ver
juchsarbeit in den Sorfhungsinftituten. Das Inftitut für Rraftfabht
wefen und Sahrzeugmotoren an der Technifhen Hochfdhule Stutt!
gart, das fehr forgfältig ausgebaut ift, bietet den Studierenden eint
gute Gelegenheit, {ih an Motoren und Sahrzeugen mit den Meß: um
Prüfverfahren vertraut zu machen, und ermöglicht es den jung?
Diplom-Ingenieuren, fich, in weiterer Vorbereitung auf den Beruf
als Affiftenten einen Überblit über die Entwidlungsfragen 3u Wr
(chaffen, wie er in der Induftrie erft bei gehobener Tätigkeit {ich ergit
Die vielfeitigen Anforderungen an den Motorenbauer können Dil
nur furz zufammengefaßt werden. Konftrukltive Sähigkeiten in Mi
Geftaltungsarbeit am Reißbrett find unerläßlich und bilden nach idt“
durch Übung erlangten Vervolllommnung neben betriebstechnifdt
Können die notwendige Grundlage für fpätere Erfolge in leitend
Stellung. Der junge Motoreningenieur muß aber auch die chemift®
pbyfilalifchen Vorgänge bei der Verbrennung und Arbeitsumfegunk
die thermodynamifhen Grundlagen, die Schwingungserfheinung‘
und das Wefen der Hefchleunigqungen, Kräfte und Beanfpruchund‘
DOM erfaffen.
Bei der Prüfung der Motoren und bei der Meffung ihrer Betrieß®
verhältniffe und Betriebsbedingungen ift ein Verftehen der überal
zahlreichen Meßgeräte erforderlich, das auf allen technifch-xoiffenfcbe?
lichen Gebieten aufbaut.
_ Bei derart umfangreicher Arbeit, die heute inmitten des Yufbar
einer Voltswirtfhaft ftcht, ift es erforderlich, daß fih jeder, &
XWefentliches Leiften will, mit feiner ganzen Kraft in die Arbeit hine!
ftellt und es if für den Studierenden des Motorenbaus Pflicht, X
Gelegenheit während feiner Studienzeit auszunüßen, fein Können "
DDiffen vielfeitig und dennoch gründlich zu geftalten.