Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Bäume sind immer Individualisten, stehen auf vielen Wurzelbei- ' STADT herausgegeben von 
nen frei, sie sind ökologische Liberale, damit die Sonne bei ihrem Gerhard. Fehl 
Tageslauf und Jahreslauf ihre Energie optimal abspeichern kann. PLANUNG Juan Rodriguez-Lores 
Weil Bäume keine Parasiten sind, sich selbst Energiefutter von der GESCHICHTE Volker Roscher 
Sonne holen, brauchen sie auch keine Religion (religere = verwur- 
zeln), sie haben Wurzeln, kein Ideologe muß für Bäume Wurzeln Städtebaureform 1865 —1900 
erfinden. Von Licht, Luft und Ordnung in 
Für Bäume gibt es nie schlechtes Wetter. Ihr Wetterbericht kann der Stadt der Gründerzeit 
a . . . in 2 Bänden, je ca. 260 Seiten, 
weder gut noch böse sein. Alles ist gut im Wandel: Regen und zahlreiche Abbildungen, 1 Band 
n ET nn \ S e T zahlreiche ıldungen, je Ban 
Sonne, Wind und Kälte. Bäume sind durch ihre Vielfalt versichert, DM 29,80 
alles nutzen sie vielfach. So sind Blätter beispielsweise gleichzeitig ISBN 3-7672-0867-9 (1. Teil) 
Sonnenkollektoren und Blattkleid aber auch „Windgenerator”, mit ISBN 3-7672-0931-4 (2. Teil) 
dem der Baum „segelt”, indem er, bis 30 m hoch, ohne Fremdener- Wichtige Aspekte der ersten Städte- 
gie Wasser pumpt. Es gibt kein bessere Beispiel für erpressungs- baureform in Deutschland im Ver- 
freie Selbstversorgung als das Leben der Bäume. gleich zu ähnlichen Reformversu- 
chen in Belgien, England, Italien, 
Macht Euch die Bäume übertan. Spanien, USA. 
Wenn wir „Gesonntheit” und „Besonnenheit” bei den Bäumen fin- 
den können, wenn wir unsere unschlagbar besten Bio-Computer, 
unsere sieben Sinne, spielen lassen, dann kann es - Zeit und Raum 
sind relativ - nicht mehr lange dauern, bis zuerst einige, später 
mehr, letztlich aber niemals alle, lernen, in fruchtenden Baumstäd- 
ten und „Wohnwäldern” wieder Naturmenschen zu werden, wäh- 
rend im Sperrmüll herkömmlicher Technik noch einige Roboter- 
Computer aneinander Service fummeln. 
Längst formiert sich wieder eine Zweier-Wirtschaft: Die tech- 
nisch-absteigende und die biologisch-aufsteigende, in der viele von 
uns kompromißlerisch-zweibeinig-zweiäugig leben: einmal von 
bezahlter Spezialistenarbeit, zum anderen von selbstzahlender-bio- 
logischer Selbstversorung. 
Produktive „Freibeit” wird tödlicher Sitzlingsarbeit ökonomisch 
und ökologisch davonlaufen, so wie eigenverantwortliche Privat- 265 5., 200 Abb., brosch., 190 5.,82 Abb., brosch., 
wirtschaft immer und überall ursprüngliche Kollektivwirtschaft von DM 39,50, ISBN 3-7672-0865-2 DM 29,80, ISBN 3-7672-0866-X 
Angstgemeinschaften ablösen muß. Siebzehn Originalbeiträge zur Bau- Dieses Buch will einen kleinen Ein- 
S . kultur des Faschismus in Deutsch- blick tun lassen in die Arbeit, die der 
Kommt Zeit - kommt Bio land, Frankreich, Italien und Spa- städtebaulichen Wendung unserer 
Kommt Robot - kommt Freibeit nien. Stadtentwicklung zugrunde liegt. 
Wie sich - Schritt um Schritt, langsam also - diese neu-alten Struk- 
turen wiederentwickeln, soll dieser offene Mitmachbeitrag zeigen. 
Die entscheidende Schaltung: „Freibeit” als Synthese von Arbeit 
und Freizeit. 
Die Richtung geht von 7 
tot nach lebendig | = . 
Einfachheit zu Vielfalt A 
groß nach klein 
grau nach grün 
häßlich nach schön 
unmöglich nach möglich 
vom Kollektiv zu DIR! 
Zusammengefaßt: 
„Organische Religionen” (Verbindungen also) zwischen Wald und 232 5$., brosch., DM 29,80, 390 5., 86 Abb., brosch., 
Menschen formieren sich wieder - als „Arche Bio”, als Arch a itektur. ORTE hengun da Un NE TS 
* Vorabdruck aus dem Buch von Rudolf Doer nach: „Natürlich Bauen, Planungspolitik « Wohnquartier 1800 aus, und wie löst er sich auf? 
Eigenarbeit mit Rundholz”, Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt, 1985 und Nutzungserhalt - Kommunale Wie entstand und entwickelte sich 
Wohnungspolitik - Amerikani- die private Produktion der moder- 
sierung der deutschen Städte nen Stadt? Welche Rolle spielten da- 
Industriearbeit und Wohnen bei die ’öffentliche Planung und 
im Ballungsraum - Wohnbedürfnis- Kontrolle? 
eetechres Plus In Vorbereitung: Stadt Planung: 
Geschichte 6 
Hitlers sozialer Wohnungsbau 
1940 — 1945 
Herausgegeben und eingeleitet 
von Tilman Harlander und 
Gerhard Fehl 
ca. 280 Seiten, ca. DM 38,— 
ISBN 3-7672-0901-2 
120 Seiten, broschiert, DM 12,80 
(unverbindl. Preisempf.) 
ISBN 3-7672-0893-8 
Aufgaben und Möglichkeiten der 
Architekten, Städtebauer, Stadt- und 
Raumplaner. 
CHRISTIANS VERLAG 2000 Hamburg 36, Kl. Theaterstraße 
Rundholzständerbausystem 
„F
	        

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