Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Bei der mit Rechnerunterstützung möglichen Darstellung der ge- dem Quartierbereich „Ausstellungsbereich” mit der räumlichen 
samten Objekthierarchie ist der Ausstellungsbereich mit denräum- Einheit „Europaplatz” und dem architektonischen Element „Russi- 
lichen Einheiten und den weiteren architektonischen Elementen sche Kapelle” 
beispielhaft herausgeschnitten: Im allgemeinen sind die Grenzen jedoch fließend, oder einzelne 
++ Objekt-Hierarchie : Schichten sind gar nicht vorhanden. So ist der Villenbereich zu- 
++ Objekt : MATHOE gleich Quartierbereich mit homogener Einwohnerstruktur und 
Text : Mathildenhöhe mit räumliche Einheit mit homogener Nutzung und Gestalt; das Elisa- 
: 5 Quartierbereichen bethenstift ist räumliche Einheit und zugleich architektonisches 
0 MHDSTR.0 Element 
. . . räumliche architekton. 
. Quartier Quartierbereich Einheit Element 
2x MHAUSSTEL.0 ; 
MHAWKSCHU.M Mathildenhöhe 
. ESG Ausstellungsber. Europaplatz Russ. Kapelle 
WBBHZTURM.M Außenanlagen 
WBBSOCKEL.M Ausstellungsgebäude 
N MODTE GO M ; ) Erich-Ollenhauer-Promenade 
WBFASSAD.0 Villenbereich | Bauwerke 
WBFHZTURM.M Landgraf-Georg- 
REES EN Str. Elisabethenstift ; 
WBINNEN.0 Blockbebauung | Einzelgebäude 
WBIHALLE1.M T 
WBIHALLE2.M 
WBIHALLE3.M Bei der weiteren Untergliederung der Bauwerke wurde bei größe- 
. WBIHALLE4.M ren Anlagen, z.B. beim Krankenhaus, zunächst in Funktionseinhei- 
3.0 MHAELH.0 t d in Bauteil liedert 
; ELH1.M en, dann in Bauteile gegliedert. 
: ELH2.M 
3 ELH3.M 
/ ELH4.M = ——| 
gu MHAEUROP0 A AA 
Das Programmsystem erlaubt es, im Gesamtobjekt nur bestimmte 
Hierarchiestufen zu betrachten, Teilbereiche herauszunehmen Massenmodelt 
oder die Einzelelemente noch weiter zu differenzieren. 
Grundsätzlich können städtebaulich hierarchische Strukturen fol- 
gende Hauptschichten aufweisen: DZ 
homogene Gestalt DD EN 
Zn 
Kegıon Si 
Stadt Landkreis historisch gewachsene ] 
. ' Teilbereiche . ' 
Stadtteil Gemeinde Verwaltungseinheiten kam ann um an | 0 ira um 
' m m m m m m m m 
{ 
in £ . s S 
Quartier Ortsteil räumliche Teilbereiche, A 
| Abgrenzung durch Haupt- —_- 
! N verkehrswege und 
; l natürliche Grenzen 
I l . 
Quartierbereich Ortsteilbereich homogene Einwohner- Ü 
; . struktur —_ 
räumliche Einheit homogene Nutzung P 
homogene Gestalt Beim Ernst-Ludwig-Haus und dem Ausstellungsgebäude werden 
HiCkt n SEN zwei unterschiedliche Prinzipien deutlich: Das Massenmodell des 
AECHNERAOSCHES MEN Ernst-Ludwig-Hauses besteht aus 4 sehr einfachen Teilbaukörpern, 
welche im differenzierteren Objekt durch 4 komplexe, aus weiteren 
Unterelementen bestehende Teilbaukörper ersetzt werden. Das 
Stadt und Stadtteil sind historisch gewachsene Einheiten. Das Moassenmodell des Ausstellungsgebäudes hingegen entspricht 
Quartier, meist auch gewachsener Bereich, ist räumlich durch na- schon einem recht differenzierten Baukörper, jedoch ohne Fassa- 
türliche oder künstliche Ränder deutlich abgegrenzt. Der Quartier-  denelemente. Diese werden im Bedarfsfall in verschiedenen Erwei- 
bereich ist schwächer abgegrenzt und besitzt eine homogene Ein- terungsstufen einfach hinzugefügt. Im ersten Beispiel werden die 
wohnerstruktur. Die räumlichen Einheiten, z.B. Hausgruppenoder Elemente durch komplexere Unterstrukturen ersetzt oder ausge- 
bauliche Anlagen sind gekennzeichnet durch homogene Nutzung tauscht (Substitution), im zweiten fügt man weitere Komplexe hin- 
und Gestalt. Architektonische Elemente sind Bauwerke und Au- zu (Addition). Die Strukturierungskriterien der Studenten waren 
Benräume und alle Bauteile. lediglich vom Aspekt der Visualisierung, nicht von dem der Bau- 
Innerhalb der Künstlerkolonie findet man typische Beispiele für technik bestimmt. Im Planungsablauf vom Entwurf bis zur Detail- 
solche städtebaulichen Strukturen: Quartier „Mathildenhöhe” mit planung wird sicher das Substitutionsprinzip brauchbarer sein. 
AA
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.