Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Bild I Bild 2 
FiG.xc. 
ihren Farbpräferenzen: das gelbe Dreieck, das rote Quadrat und der Interferenz zwischen dem Künstlersubjekt und dem Eros der bild- 
blaue Kreis. nerischen Grundelemente subvertiert wird. „Der Wert dieses gan- 
zen Verfahrens liegt lediglich in der Möglichkeit zu kontrollieren; 
Linie Farbe in Bezug auf Temperatur und Licht vperspektivisch richtig zu zeichnen hat schon deshalb keinen Wert, 
Horizontale Schwarz lan weil es auf diese Weise Jeder kann.”°) Ins Spielerische entbunden, 
Verti . 3 animiert die Perspektive Klee zu „irregulären Projektionen in freier 
ertikale Weiß = Gelb + » 
} Anwendung perspektivischer Grundlagen”, wo der wandernde 
Diagonale Grau, Grün = Rot Augenpunkt den Betrachter zwingt, selbst Wanderer zu werden 
Sa a (wohingegen er bei Pozzos Fresken ehrfürchtig zur Statue zu erstar- 
Fläche Komponenten Summe ergibt die dritte Primäre ren hat). (Bild 8) Wo Spielerisches nebensächlich bleibt, ist dann 
. ; folgerichtig auch alle Architektur flächig. (Bild 9) 
Dreieck N En Wr Gelb Daß dies nicht nur isolierte Gedanken zweier Maler gewesen 
On au sind, dies mag Bruno Tauts schlechte Meinung von der Perspektive 
belegen. „Was ist die Perspektive? - Wenn eine Leiche ein Auge zu- 
Horizontale Vertikale Rot Kkneift. Der Architekt des Mittelalters konnte bauen, weil er nicht 
Quadrat Schwarz = Blau Weiß = Gelb darstellende Geometrie und Perspektive zeichnen konnte.”” 
Spannungen (als Komponenten) _ CAD-Systeme beschäftigen sich mit automati- 
aktive = Gelb FF scher Konstruktion, Entwurf oder Planung von 
Kreis A Blau us Objekten irgendeiner Art. Gemeinsam ist den 
Passive = Roi meisten Systemen, daß durch die interaktive Eingabe von geeigne- 
Angesichts dieses flächenorganisierenden Denkens wird die per- ten graphischen Grundbausteinen und/oder der Operation mit 
spektivische Konstruktion zu einer bloßen Randerscheinung, zum denselben das gewünschte Objekt generiert wird. Dazu wird dieses 
Spielobjekt malerischen und zeichnenden Arbeitens. Vor allem ist parallel aufeinem Ausgabemedium dargestellt. Neben der Eingabe 
sie mechanisch zu vollziehen und deshalb unkünstlerisch, weil die von graphischen Objekten sind dabei vor allem die rechnerinterne 
57
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.