Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

der faschistischen Seite der Astheti- i ückt ii < 
zismus des bürgerlichen  Subickte En EEE Mi Man a2 das a0 
auf der neuen Seite die Kultur des Ve 
N Volkes. auf der alten Selle die Vor und konkreter Situation. Der Plan ist 
herrlichung der Vernunft, auf der NND SSL Werde OO 
demokratischen Seite die Gefühle NAD E ES En SE 
as Regionale, das ebendies muß hingehen, dann verschwindet 
„Ambiente”, das Organische in der ON pr A ae 
Form. Rennzeichnend. 0 diese scheint, als hätten die Häuser immer 
Stimmung sind z. B. Carlo Levis rd EEE MAT 19 den 
Roman. SCHoStS kam nur Di Eindruck einer gewachsenen anony- 
E00” (1945) und. die Filme De men Architektur und traditioneller 
Sicas, „Roma cittä aperta”, (1945) N UAHIGTE CHE AO a AN 
„Fahrraddiebe” (1948), „Miracolo a EN OH er HERE 
Milano” (1950). geplant worden, sondern gleichbe- 
Ridolfis Ansatz entspricht aber Den ACH © As 
nicht nur genau einer kulturpoliti- Quaroni und ei er vanzen Gruppe 
schen Wende, sondern auch einer anderer, j OR 
entsprechenden politischen Situa- a ren 
kon. und insbesondere dem  opa- DEE ON 
lismus der damaligen Democrazia De Wirkung des Qua HEN Höhe! 
 Crhtana Semme Vorstellungen keineswegs an den folkloristischen 
gehen in einer unglaublichen Voll- Detall den Denen TYOCKENDOSER 
ständigkeit, die bis in die Wortwahl EN AI 
reicht, in die „Legge Fanfani” von eeimableen Machformmen der mit 
1940 ein. In diessm Gesetz des telalterlichen Stadtbilder. Vielmehr 
damaligen Ministers werden die kul- Entwickelt Sich der DopuNstische 
turellen Impulse des Neo-Realis- Findiuek dEreNaNS ans der Wolr 
mus für eine Beschäftigungspolitik vartier Tiburtino in Rom, 1% A 
benutzt, die den Massen Arbeit gibt, irchitekten: Fagentan U ZIET eewesen, die Stmeents Te: 
ohne sie zu industrialisieren. Tafuri 'ppe Quaroni und Ridolfi une der \WORNUNESN NO Maus 
weist mit Recht darauf hin, daß dies Aymonino, Chiarini, Fiorentino, Gorio, Lanza, Lenci, Lugli, Melagrani, Menichetti, teile nach außen erscheinen zu las- 
im Gegensatz steht zur norditalieni- 2uaroni, Ridolfi, Valori.) ; Sen. ES SCHEN aber SOWICSO NICH 
schen Architektursituation, wo die mu pOpuNSUSCHE Erseheinung und 
Massen industrialisiert und beschäf- TOnKHOHAS ESS WOHER 
gt sind, aber Häuser brauchen. Im logie © EonEiMaNden SO SICH Kal 
Mezzogiorno ist das Haus Mittel der Man IE VOCMK KEDEWEES 
Beschäftigungspolitik, und die „tec- DE EN 
Dolgria Dover” bietet die Chance Punkthäuser an, so ist die Typologie 
mit den örtlichen handwerklichen Chan TS SD Rn 
Mitteln Arbeit zu schaffen. Auf die- seits wird Sin mödilerraner Asslo- 
sem Hintergrund werden die Ideen TESTS NOUS DD DEN formuliert, ande- 
Ridolfis nicht nur zum Credo der rerseits geschieht dies mit der funk- 
Fömischen. Schule, sondern folge- tionalen Eindeutigkeit eines Drei- 
richtig auch staatlich institutionali- A 
siert. Der neo-realistische, „kultu- ESEL WEGEN Waren die Zlllar 
relle” Einfluß auf die Politik der DC sesehen Aitale_ Sicht -anechänrt 
zeigt sich vor allem in der Betonung SONdErN MI ES an m On 
des „Ambiente”, der regionalen und sie sind nicht nur Eigenschaf- 
Umwelt: „Das Haus soll zur.Bildung (en, DeHEn, SIzeiner TTUSen S07- 
einer städtischen Umwelt beitragen, GEN MS DAU IM OO TanmDIT 
indem es die geistigen und materiel- NE Bez edunn Zwischen den 
len Bedürfnisse des Menschen ver- ylänsern. Schr schön sagt Giovanni 
gegenwärtigt, des wirklichen Men- AERO MAD MT AT WON 
schen und keines abstrakten Se En 105 die Wengen 
Wesens: des Menschen also, der die End Ver SICH In same Beke 
unendlichen und monotonen Wie- RS Qual ‚Hburino_ Sicht 
derholungen desselben Wohnunes- nicht allein, sondern es ist Teil eines 
{ypS, wo er seine eigene Wohnung über ein Jahrzehnt reichendes, 
nur durch eine Nummer unterschei- umfangreichen Bauprogrammes der 
det, weder liebt noch versteht. Er INA-CASA, der Zur VErWAKIICHUNG 
‚ehnt die Schachbrettplanung ab der Less Tanfani EESNAIEN SEE 
Ind bevorzust Umgebungen: die lıchen * Wohnungsbaugesellschaft. 
zugleich gesammelt und bewegt Im Verlauf der 50er Jahre realisierte 
sind, Es werden also die Bedingun- Le he 
en des Gielindes Schr die Beion- Siedlungen. Alle haben einen eher 
nung, die Landschaft, die Vegeta- Ka mlanıg und USESN 
‘on. die vorhandene Umwelt die aus Kostengründen weit ausserhalb 
 Cokalfarbe. die die pIRmeliE der Städte. Das neo-realistische 
Komposition verdeutlichen werden Experiment einer anonymen Archi- 
 Tamit die Bewohner der neuen SI tektur geht aber wesentlich schnel- 
tischen Zentren den KBindruck N 
haben, daß darin auch etwas Sponta- Ze 
nes. Cronmulnes Ist, etwas, was unlös- 50er Jahre schafft das Wirtschafts- 
lich mit dem Boden verschmolzen Ende GNS BAU EUNECN Und di 
ist, auf dem diese Zentren entste- TOT DAL Ch dem an 
nen.” Das geht so weit, daß sogar im ce hal aber auch schon 
Gesetz gefordert wird, „ausdrück- gleichzeitig mit dem Quartiere 
ich zu versuchen, eine Umwelt ADC eine andere Komm des 
(Ambiente) zu schaffen, wenn der Massenwohnungsbaus entwickelt, 
Ort von Natur aus keine aufweist.” EB SA A CE 
(Legge Fanfani vom 28. 2. 1949). En0la, Fogeia (90). 30er Sins 
Geht.man, diesen Text im Kopf. strenge, aber personen- und nicht 
ins Quartiere Tiburtino in Rom, fin- Ortegebundene FOmnsprache an 
det man die Legge Fanfani in gebau- ES NOCH für den 
ter Form wieder. Über die Reich- A 
weite der Architektur bei der Ver- SD NE 
besserung der Welt mag man den- die Spekulation die Ausnutzung dik- 
<en wie man will, eines ist hier voll- HSIE DI VO Seh NS 
kommen überzeugend: wie sehr der anf lich weile EEE VD 
 ambientale” Ansatz hi an . werklichen ornamentalen Eingrif- 
atz hier tatsäch Heutiger Zustand fen innerhalb des strengen  Betonra
	        

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