Volltext: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1988, Jg. 20, H. [93], Jg. 21, H. 94-97)

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ARCH* ZEITUNG 
gleiten wird, soll „eine deutsche 
Eiche“ gepflanzt werden. Sin- 
nig.- 
Wer daran gezweifelt hat, daß 
Berlin ein historisches Museum 
braucht, der bleibt im Zweifel. 
Es soll eine Antwort sein: auf das 
historische Museum in Ost-Ber- 
lin; auf die Not, die die Deut- 
schen mit ihrer Geschichte ha- 
ben; und auf so manches andere. 
Ich habe gefragt, ob ein Museum 
das geeignete Instrument ist, die 
EDEN 1 Betr. 95 ARCH* zu ändern, das erfordert mehrals geplante „Öko-Zentrum“ die 
BU En S anspruchsvolles Lieber Herr Kuhnert, über eine neue „AsthetikdesEr- Rolle dieses Verknüpfungs- 
Museum braucht: eine. Mu- ARCH* wird zunehmend kon- scheinens“ zu spekulieren, Zum punktes zwischen Fachwissen, 
seumsstadt. wie Aldo Rossi sie _ fuser und als Beleg dafür möchte Beispiel kann man sich über die Politik, Verwaltung und Stadt- 
Vorsicht Mir scheint Berlin ich Ihren gemeinsam mit Wolf- Rechte der Bürger an dem doch teilbewohnern übernehmen soll. 
brauche ein Museum an derer Mans Wagener veröffentlichten Anl EL NIEESETT NUM Did interessante Mo- 
Art: ein Naturkundemuseum. Beitrag in Nr. 95 ARCH* vom N Rd hıc edle MM N Hachwen Aw ie Roll der Stadi ı 
Als Kind bin ich ungern in ein August 1988 über das „Ver- Ch ; an Sretzungen nac wel” as is oe ler © ta t an- 
. ne schwinden der Architektur“ be- Sen! Das wäre doch ein gutes geht, so halte ich die Annahme, 
Bildermuseum gegangen; aber Ehema für ARCH* und damit daß wir eher passiv als Katalysa- 
in die Invalidenstraße bin ich fast Nennen. 7 Kae sje auch a rk Pa N NASE 
jcde Woche gefahren; und wir Zum Schluß heißt es da: „Die äme sie auch auf die ursprüngli- toren wir en wollen, für ein Miß- 
wohnten in Lichtenfelde (ohne Architektur wird aufgehen in ei- che Linie zurück. MS KE PR) 
Auto, natürlich). Ah, der Sep- ner einzigen Disziplin aus Inge- Sonst mit freundlichen Grüßer 71!CSCS kin Bei N lirune und 
penradensis: der große Ammo- mieuren, Architekten, Techni- . N Mitwirkı N SEEN 
nit, gleich in der Eingangshalle. Kern, Designern, den Speziali- = v—_- Der ME STE 
Ich glaube, sein Durchmesser sten aller Disziplinen: der er- Josef Lehmbrocksclbst. : 
möglichenden Technik und dem de a 
virtuosen Raffinement, um im- a 4 e 
mer wieder neue Inszenierungen x übernehmen, wo wir unmittelba- 
zustande zu bringen“ (Bruno Betr.: 94 ARi * ren Einfluß haben, beispielswei- 
Schindler) - in einem neuen Ge- Sehr geehrte Frau Kraft, se im öffentlichen Wohnumfeld 
samtkunstwerk, nur ganz anders endlich komme ich dazu, mich OO ee den Erwerb N 
verstanden als das 19. Jahrhun- für die Übersendung von Heft 94 der. D : a N MOSE an- 
dert und das Bauhaus es taten“. der ARCHT” sehr herzlich zu be- © uw ET rn - HE ZUICUL dem 
Sie heben ab auf die „Ästhetik 4ankenmDiesesrHeftzhaben-Sie Ausbau Pe A Oko-Ze tr CM 
des Erscheinens“ und präsentie- jem Thema „Oikos Stadt“ mit Der Aufbau der N Büreerbetcill 
ren uns hier als neue Priester sehr interessanten Beiträgen ge- ung ist Außerst Schw ; dot 
Norman Foster, Richard Ro- widmet< aber vielverspreı h de Ansit 
gers, Charles Jencks u.a. Auch das Projekt „Ökologi- „Die Stadtteilkonferen als 
Nun möchte ich doch darauf sche Stadterneuerung Gosten- Organ sämtlicher int In “ n 
| aufmerksam machen, daß Nor- hof-Ost“ aus Nürnberg ist darin  Bewohn Tr ei  Stactteils. dic 
beträgt fast drei Meter. Und ge- man Foster die von Ihnen hoch- mit dem gegenwärtigen Sach‘ Einri  htun von A :  BKrCi € 
genüber, der echte Archaeopte- gelobte Hongkong Bank reali- stand enthalten. Wir freuen uns; ausder B n % nn at N Te diesich 
ix, der Eidechsenvogel, dasgro- siert hat als eine Kathedrale des daß Sie dieses Projekt einer Be in S ch ve nn Me  befas 
Be Beweisstück für die Lehre von Kapitalismus, als eine der wich- trachtung für Wert halten und we N HDL.de !  ehor Ey 
der Entwicklung! Und der Sau- tigsten Steuerzentralen für die die damit verfolgten Ansätze im Zei nen fi I un nn x ST a 
riersaal! Und die tropischen heutige Machtausübung. Mitkei- (Grundsatz positiv bewerten. Die et ß ne üb En h dl 
Schmetterlinge in Kästen, die nem’ Wort, und das halte ich für Initiierung, Begleitung und ti ee Ce auf überraschend po- 
sich drehen, damit das Licht das typisch, wird in Ihrem Beitrag der Steuerung "dieses. Prozesses ist >  Pinbe N dere ; Projektindi 
Blau der Flügel aufleuchten läßt! soziale Aspekt der Moderne er- für das koordinierende Amt äu- Z dan N nh: te N EU nn 
Und die unendlichen Sammlun- wähnt. Euphorie für technische Bßerst schwierig. Ein solch umfas- N Seel  tuno de N Te OThe det : 
zen ausgestopfter Säugetiere Entwicklung ja, aber doch zum send und ganzheitlich angelegtes N Die Plans TE es hl a E der 
und ihrer Skelette, die die Ana- Wohle aller Menschen!! Daswar Projektstößt.überall auf Recht$- Verw dt bi it Ss nit d AST 
tomie klar machen! Brauchen esdoch!WennSie jetzteineneue  Verwaltungs>und Finanzsfruk- di N sten Die N wEST ie en Sr 
die Berliner Kinder das etwa Ästhetik daraus machen, die das turen, dieeseinengen und behin- En nn mit der CE BD S 
nicht? Brauchen sie nur „Kul- absolut korrupte System auch Hern. Schon die Stadtverwaltung ort N u ht zuletzt mit den 
ur“? Ich meine allerdings, dies noch zuläßt, darauf eine neue ist alles andere alsein ganzheitli- Be ohne  alb N ehr ut Die 
st Kultur. Im Naturkundemu- Hoffnung für ein neues Gesamt- cher Organismus, sondern eine Umset hen Si Pla vEu all NS 
seum in New York wird die Kunstwerk ableiten, dann reden Ansammlung-höchst-selbständi- di Mrd iche Schule ieker 
Landschaft von jedem Bundes- Sie wie die nur sogenannten Mo- per Zellen. Es wäre Aufgabe ei: en bereit wei - lb ie 
staat zur Anschauung gebracht. dernen, die das Versprechen ei- ner Projektbeobachtung, -die es itde Bau. de S N ul U 
Dort hört man in den Saurier- ner gleichzeitig sozialen Umwelt aber nicht gibt — solche Abläufe Cem DAN MAC Er DHABEHEr- 
Ss ! ) re 8 g @ staltung befaßten Dienststell 
Räumen Eltern ihren. Kindern nicht eingelöst haben. aufzuzeigen und Ansätze für zu- Sa ne 
h , ; en n Sa n S zu koordinieren. Doch das große 
schr genaue Erklärungen geben. Bei Ihren Ausführungen über kunftsorientiertere Handlungs- d kte. Bü  OfaTacC 
in Berlin braucht man ein Mu- die Zustände, die ja wohl allge- formen zu entwickeln. Wir je“ 10. BCWEC UOTE 
: : « »C1C} 8 ) ist sicher eine Schubkraft. 
scum dieser Art offenbar nicht; mein bekannt sind, fehlt derein- denfalls versuchen, aus unser@r Ich schreibe Ihnen dies so of- 
wenigstens haben die Berliner _fache Hinweis, daß Architektur Koordinationskompetefiz her- fen. weilich Ihrpositives Interes- 
Kinder keines — seit beinahe ei- und Städtebau aus dem Zustand aus ein zusam menge aßtes Han- ee an unserem roter An üre 
ıem halben Jahrhundert! Ge- der jeweiligen gesellschaftlichen deln immer/Wwieder herbeizufüh- nd gerne  achhalten mochte 
wiß, das würde Geld kosten, viel Verfassung entsteht, den wirt- ren."Vor diesem Hintergrund ist © | 
Geld: Geschenkt bekommt Ber- schaftlichen, politischen und in der Tat?zunächst der Aufbau 
in. das nicht, geschenkt be- kulturellen Weichenstellungen. des Expertenkfeises zurückge- Einstweilen zeichne ich 
kommt Berlin ein Geschichts- Profitopolis ist nicht vom Him- stellt worden. mit freundlichen Grüßen 
MUusCUm. — | mel gefallen. Es ist das Ergebnis Andererseits kristallisiert'sich Dr. Erhardt 
Julius Posener neuer Verführungen. Hieretwas mehr und mehr heraus, daß das Ltd. Verw.-Direktor
	        

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