Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1988, Jg. 20, H. [93], Jg. 21, H. 94-97)

Sylvain Malfroy 
7, ur Legitimation seiner Entwürfe be- 
zieht sich Le Corbusier in seinem 
schriftlichen Werk oft auf nie verwirklich- « Q 
' te Wunschvorstellungen seiner Zeit. Er COCAnL Br 4 
E pflegt dann wie folgt zu argumentieren: = 
: Die Zeiten haben sich geändert, die unge- ; 
*n heure Steigerung der technischen Mög- . fl 
UM AfA Ta lichkeiten 1äßt die Utopie in die Gegen- 
wart einbrechen. Eine derartige Argu- 
mentationsfigur erscheint zum Beispiel in 
der Einleitung zu seinem Werk Städtebau f 
(1925): „Als ich 1922 im Auftrag des EA 
Herbstsalons das Diorama einer Stadt mit 
drei Millionen Einwohnern entwarf, ver- 
traute ich mich den sicheren Bahnen der 
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Var), a 4 (Au Cole Cr, 
Skizze von Le Corbusier zur Verdeutlichung seines Konzeptes des „künstlichen Geländes“ („Terrain 
artificiel“). Die Wohnung als freischwebendes Auge über der Natur, dank den Möglichkeiten der 
Fernversorgung (LC, La ville radieuse, 1964, S.36) 
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