Full text: Projekt einer Elektrischen Centrale für die Haupt- und Residenzstadt Stuttgart

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Die zweite Tabelle (Gleichstromprojekt) stimmt mit der vorhergehenden für 
Projekt I giltigen bezüglich der Strassenbahn vollkommen und in Bezug auf die Beleuchtung 
und Motoren bis zu den Unterstationen überein. 
Die Leistung der letzteren muss auf die Accumulatoren und auf die Umformerma- 
schinen verteilt werden, Da nun die Accumulatoren wesentlich billiger in der Anschaffung 
sind als Wechselstrom-Gleichstrom-Umformer mit den zugehörigen Hauptzuleitungen und den 
Dampfdynamos in der Primärstation, so ist es am vorteilhaftesten, soviel als möglich von der 
notwendigen Gesamtleistung der Sekundärstationen den Accumulatoren zu übertragen. 
Die Grenze hiefür hängt davon ab, eine wie grosse Batterie durch die Umformer am 
Tage des grössten Consums innerhalb 24 Stunden wieder geladen werden kann, wobei der 
in den Accumulatoren stattfindende Verlust zu berücksichtigen ist. 
Der Stromconsum und die Leistung der elektrischen Maschinen ist in mitfolgenden 
Betriebskurven, Plan Nr. 17d (Tafel VIII) eingezeichnet und kann daraus die Grösse des 
Entladestromes der Accumulatoren, sowie die Leistung der Umformer entnommen werden. 
Die weiteren Verluste beziehungsweise Leistungen von den Unterstationen bis zu den 
Dampfmaschinen resp. Turbinen berechneten sich ganz analog wie in der Tabelle für Projekt I, 
Nach dem Gleichstromprojekt sind im ersten Ausbau für die Dampfmaschinenanlage 
in Berg 450 effektive Pferdestärken erforderlich, für welche eine Maschine von 350—450 
Pferdestärken vorgesehen wurde. 
Der Rest der notwendigen Kraftleistung wird von der Marbacher Turbinenanlage mit 
376 effektiven Pferdestärken geliefert. Der Verlust durch die Kraftübertragung wurde eben- 
so gross angenommen wie beim Wechselstromprojekt 
Für unvorhergesehene Fälle wurde auch hier eine 450 pferdige Maschine zur Reserve 
vorgesehen. 
Im Ausbau 2a, welcher eine Leistung von 2250 effektiven Pferdestärken der Dampf- 
centrale erfordert, kommen zu den zwei Maschinen des ersten Ausbaues vier weitere der 
gleichen Grösse hinzu, so dass hier ebenfalls eine 450 pferdige Maschine in Reserve steht. 
Für den Ausbau 2b mit beiden Wasserkräften sind 2000 Pferdestärken der Dampf- 
centrale erforderlich, zu deren Erzeugung zwei Maschinen von je 350—450 effektiven Pferde- 
stärken und zwei Maschinen von je 450—550 effektiven Pferdestärken sowie ausserdem eine 
Reservemaschine von 450—550 Pferdestärken vorgesehen wurden. 
Auf Grund der vorstehend berechneten Leistungsfähigkeiten der Turbinen, Dampf- 
maschinen, Dynamomaschinen, Accumulatoren, Transformatoren und Umformer wurden nun 
die verschiedenen Projekte entworfen und ist das Wechselstromprojekt aus den Plänen Nr. 1, 
2*, 4* 85, 647% 9, 10,12*, 13* 14% 16, 16 und 17a be*, “das Gleichstromprojekt aus 
den Plänen Nr. 1, 3. 4*.‘ 5, 6*, 8*; 9.11, 12*, 13*,/ 14 *, 15: 16 und 174 genau 'ersichtlich. 
Anlagekosten. 
Die Anlagekosten wurden in Beilage Nr. IIa—d für die verschiedenen Ausbauten 
der beiden Projekte genau berechnet und zwar für die Beleuchtung und den Privatmotoren- 
betrieb bis zu den Hausanschlüssen inclusive Elektricitätszählern, für die Strassenbahn bis 
zur Stromabgabe an den oberirdischen Leitungsdraht jedoch exclusive dieser Arbeitsleitung 
und der Ständer, sowie der Motorenwagen. 
Für die Pumpwerke wurden die Einrichtungen nur bis zum Schaltbrett der Dampf- 
centrale veranschlagt. 
Die Kostenanschläge gliedern sich für die einzelnen Ausbauten der zwei Projekte in 
folgende Hauptgruppen: 
A. Stromerzeugungsanlage für sämtliche Betriebe gemeinsam. 
B. Stromverteilungsanlage für Licht- und Kraftabgabe. 
C. Stromverteilungsanlage für den Bahnbetrieb. 
Zu den einzelnen Positionen ist zu bemerken: 
* Nicht vervielfältigt.
	        

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