Full text: Projekt einer Elektrischen Centrale für die Haupt- und Residenzstadt Stuttgart

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den auch für die Sekundärstation alle zur Schaltung, Sicherung, Messung und Regulierung des 
Betriebes, sowie die zum Anlaufenlassen der Motoren notwendigen Einrichtungen vorgesehen. 
Primärzuleitungen und Stromzuführung zu den Linien. Zur Stromzuführung für die 
Strassenbahn ist ebenso wie für die Lichtanlage ein vollständiges Kabelnetz mit Speise- und 
Verteilungsleitungen vorgesehen, weil hiedurch ein sehr guter Ausgleich des Stromverbrauchs 
sattfindet und eine Störung der Stromzuleitung selbst bei Unterbrechung einzelner Leitungen 
ausgeschlossen wird. 
Ausbau 2b. Beilage Nr. Ib. 
Wie schon früher erläutert, weicht dieser Ausbau vom Ausbau 2a dadurch ab, dass 
die Wasserkraftanlage in Poppenweiler hinzukommt und in Folge dessen die Dampfmaschinen- 
anlage in Berg etwas kleiner wird. 
Der Kostenanschlag für die Wasserkraftanlage in Poppenweiler wurde ebenso 
wie für die Anlage in Marbach nach den Angaben des Herrn Stadtbaurat Kölle ausgearbeitet 
und sind in demselben einesteils alle erforderlichen Einrichtungen detailliert angegeben, andern- 
teils sind dieselben ganz analog denjenigen in Marbach, so dass eine eingehende Beschreibung 
derselben entbehrlich sein dürfte. 
Im Übrigen verweise ich auf die für Ausbau 1 und 2a gegebenen Erläuterungen, 
IT, Gleichstromprojekt. 
Beiläge Nr. IH c und d 
Stromerzeugungsanlage. 
Für dieses Projekt gelten bis zur Dampfmaschinencentrale die für Projekt I gemachten 
Ausführungen und auch die Dampfcentrale weicht nur durch Zahl und Grösse der Dampf- 
maschinen von den Einrichtungen des ersten Projektes ab. 
Stromverteilungsanlage für Licht- und Kraftabgabe. 
Die Lage der Sekundärstationen ist aus dem Kostenanschlag und aus Plan Nr. 3 
ersichtlich. Von denselben sollen im ersten Ausbau drei, im zweiten Ausbau sieben zur Aus- 
führung kommen. 
Zwei der Unterstationen sollen in den bisher für die elektrische Maschinenanlage 
benützten Räumen des Hoftheaters und in den Kellern der Gewerbehalle untergebracht werden 
und wurden für Überlassung der notwendigen Lokalitäten angemessene Entschädigungssummen 
ausgesetzt. 
Eine Unterstation des zweiten Ausbaues wird in der Dampfcentrale selbst eingerichtet. 
Für die übrigen vier Stationen mussten besondere Gebäude vorgesehen werden. Für 
den Grunderwerb wurden auch für die auf städtischem Grund und Boden liegenden Stationen 
kleine Beträge eingesetzt, um einen Vergleich mit den übrigen Anlagen zu ermöglichen. 
Für die erforderlichen baulichen Änderungen in den vorhandenen Gebäuden beziehungs- 
weise die nötigen Neubauten wurden generelle Kostenangaben gemacht, da die detaillierte 
Veranschlagung erst nach definitiver Entschliessung von Seite des städtischen Bauamtes er- 
folgen kann. 
Die neu zu bauenden Sekundärstationen sind in Plan Nro. 8 dargestellt und wurden 
dieselben ebenso wie die Centralstation in jeder Beziehung vorzüglich ausgestattet angenommen, 
In denselben wurden Wohnräume für das Wärterpersonal vorgesehen, wodurch die 
Bedienung der Maschinen und Apparate, sowie die sorgfältige Überwachung der Batterie 
sehr erleichtert und verbilligt wird. 
Die Anordnung der Wechselstrom-Gleichstrom-Umformer, sowie der dazu 
gehörigen Schalt-, Sicherheits-, Kontroll- und Regulierapparate in den Unterstationen ist 
aus Plan No. 6 ersichtlich. 
Die in Abschnitt „Leistungsfähigkeit‘“ ermittelte Gesamtleistung der Umformer und 
der Accumulatoren verteilt sich in der aus dem Kostenanschlag ersichtlichen- Weise auf die 
verschiedenen Unterstationen entsprechend dem Konsum, der in den einzelnen Bezirken 
herrscht, wobei, um einheitliche Typen der Umformer und Accumulatoren zu erhalten, im 
ersten Ausbau die Einrichtungen sehr reichlich genommen wurden. 
Für das Kabelnetz gilt bezüglich der Ausdehnung der Leitungen im ersten Aus- 
bau und bezüglich der Art der Kabel das bereits bei Projekt‘'I Gesagte, wie auch die
	        

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