Volltext : Stuttgart 1864 bis 1889

5. Die Kirche in dex Vorstadt Heslach.
Cin im Jahr 1580 im Bau vollendetes, oben im Dorf Heslach gelegenes Kirchlein,
 an welchem seit 1822 ein Pfarrverweser, seit 1826 ein Pfarrer angestellt war,
zeigte sich mit seinen 460 Siß- und 100 Stehpläßen für die gegen 3000 evangelischen
Einwohner längst zu klein, auch seine Lage hart an der vielbefahrenen Landstraße
mißlich, als in den 1860er Jahren Ver:
handlungen Über die Baulast eingeleitet
wurden. Obgleich die bestrittene Frage
nicht zum endgültigen Austrag gedieh, erwarb
 die Stadt 1872 einen Bauplaß für
107571 Gulden (184407 Mark) und beschloß
 1874, ohne Anerkennung einer
Nechtspflicht, eine neue Kixc<e in Heslach
als Eigentum der Stadtgemeinde zu
bauen. Ein Kirc<henbauverein bildete sich
zu Sammlung von Beiträgen für die
innere Einrichtung der neuen Kirc<e. Cin
Staatsbeitrag von 14400 Mark wurde
verwilligt, der sich später auf 42 850 Mark
erhöhte. Am 18. September 1876 exfolgte
 die Grundsteinlegung zu dem von ' |
Stadtbaurat A. Wolff entworfenen Bau . s
und schon der 11. Dezember 1881 brachte GEIT
die festliche Weihe der stattlichen Kirche, DiE tone In Den Moehant Deatad
für welche die Stadt einen Aufwand von 537567 Mark gehabt hat.
Der Stil der Kirche, welche in dem Stuttgart zugekehrten östlichen Teile der
Vorstadt auf einem freien Plaß eine schöne Lage erhielt und das anmutige, wald:
umsäumte Thal lieblich ziert, ist, abweichend von den vier Hauptkirc<hen der Stadt,
der spätromanische Rundbogenstil, die Grundform das lateinische Krenz mit vorgeschobenem
Turm und vorgebauten Kapellen am Chor. Auf der Kreuzung des Lang- und Quexr-
            
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