Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

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der Stärke muß er, wenn meine Affektlehre richtig ist, nur Zorn statt 
Angst hervorbringen, doh kann man hier vielleicht einfac< dadurch nach- 
helfen, daß man durch einige sonstige Angstreize die jedenfalls jett erleichterte 
Entbindung des eigenen Angststoffes hervorruft. 
Correspondenz. 
Hrn. J. K. in Niersheim. Die Befürchtung, Jhrer Frau möchte bei 
bei Annahme des Wollregimes die Wollkrisen gefährlich sein, da sie in gesegneten 
Umständen ist, theile ih nicht. Das Kind kann von Geburt an in die Wolle 
gelegt werden, nur darf es dann nicht so intenfiv gebadet werden wie ein leinenes, 
man wäscht es mit lauwarmem Wasser eben so weit es schmuzig ist. Es gilt 
hier dasselbe wie vom Baden und Waschen erwachsener Wollener: der Blut- 
andrang zur Haut wird zu groß. Beachten Sie weiter, was ich oben am Schluß 
der Mittheilung über den Keuchhusten betreffs Kindsmädchen jagte. 
Hrn. Ingenieur L. S, in R., OA. Hof. Jhre Mittheilung über die 
Halsbekleidung ist mir nicht recht klar geworden, da offenbar das einemal mit 
dem Wort „Stehkragen“ der „Rod>kragen“, das anderemal der „weiße Kragen" 
gemeint ist, Wenn ich Sie recht verstanden habe, so ist Ihre Ansicht dieselbe, 
wie die, welche ich auf pag. 184 der I1. Aufllage (161 der 1. Aufl.) meines 
Buches ausgesprochen habe, nämlich: der, welcher einen stehenden Rokragen 
trägt, braucht keine Kravatte, sondern kann den weißen Kragen oder das Pas- 
poil direkt am Rokragen befestigen, nur muß letßterer dann anliegend genug 
sein. So halte ich es seit Jahren, ja ich befestige den weißen Kragen nicht ein- 
mal am Rodkragen, sondern nur am Hemd. 
Abonnent. Danke für Jhre Notiz betreffs Körperölung. J< mache 
über diese Frage schon seit einiger Zeit Versuche, aber sie sind noch nicht zum 
Abschluß gelangt, deßhalb kann ich noch kein Urtheil abgeben. 
- Hrn. Nils L. in Lund. Besten Dank für die neue Mittheilung. I< 
glaube zu einer zusammenfassenden Darstellung Ihrer Beobachtungen über Wechsel- 
fieber ist es noch zu früh. I< halte dafür, daß der Wechselfieberkeim in Ihnen 
noch nicht getödtet ist, sondern nur ruhen muß, weil der „Meertangduft“ aus- 
getrieben worden, was das nunmehrige Verschwinden des übeln Geruchs der 
Strümpfe und der Brustshmerzen beweist, Das Absterben der Keime braucht 
sicher längere Zeit. Daß die wollene Feuchtpakung Jhre Temperatur nicht senkt, 
ist bemerkenswerth, allein Jhre Angabe, daß am Morgen nach der Feuchtpa>kung 
Ihr Bett denjenigen Gestank hatte, den man in einem Krankenzimmer riecht, 
beweist doch eine Heilwirkung. I< stimme aber Ihrer Ansicht bei, zunächst alles 
weitere dem Wollregime zu überlassen; nachdem es Ihren Gesundheitszustand 
troß der Ungunst der Jahre3zeit so bedeutend gebessert, ist eine definitive Heilung 
wohl in sichere Aussicht zu nehmen. 
Aufforderung. Schon vor Erscheinen der lezten Nummer ging mir 
ein Brief eines Abonnenten zu, der einen Vorschlag betreffs Normalbett enthielt, 
I< habe unglücklicher Weise den Brief verlegt und besinne mich auch nicht mehr 
auf Namen und Adresse des Briefsteller3. Jc< bitte denselben um Entschuldigung 
und um nochmalige gütige Mittheilung seines Vorschlages. 
Anzeigen. 
P. Schmid, Stuttgart, 
Marienstraße 
empfiehlt Normal-Tasc<henkücher in weiß und ponceau, Normal-Handsc<huhe 
in allen Farben, sowie sämmtli<he Normal-Artikel zu Driginal-Preisen.
	        

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