Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Schon früher war ich aufgefordert worden, die Verbindung meiner 
Publikationen mit einem Journal:.aufzugeben , das doch eigentlich nur 
für Württemberg bestimmt und passend und an alls möglichen, die natur- 
wissenschaftlichgp 'Skussion diffiziler Fragou hemmenden Rücksichten gebunden 
ist, - und ein 6 genes Fachjournal gx cheinen zu lassen. Ih wies an- 
fsanas 2% zy Ansinnen as zum. mindejten verfrüht zurü. * Als aber 
der (uk 3% erwähnten Ausstellung jeden Zweifel an der Lebens- 
kraft und Buwboreitungsfähigkeit meiner Sache. beseitigt. hatte, schien mix 
der Zeitpun*« gekommen, diesen Schritt mit Aussicht auf Erfolg wagen- 
zu dürfen, 59.9 auch so nicht, ohne zuvor wirklich festen Boden dafür 
gewonnen zi haben. Jh erließ also in der Septemberbeilage des 
„Neuen deutschen Familienblattes“ unter Darlegung der Gründe eine 
Einladung zu vorläufiger. Subscription auf das projektirte Blatt, dessen 
Preis und Ausstattung auf eine Abonnentenzahl von 500 berechnet ist. 
Da anzunehmen war, daß bei wirklicher Ausgabe des Blattes 
mindestens ebensoviel Abonnenten hinzu kommen, als Subscribenten 
anfallen in Folge alleiniger Einladung im Familienblatt, so beschlossen 
der Verleger Herr W. Kohlhammer und ich, die Herausgabe zu 
bewerkstelligen, sobald: sich 250 Subscribenten gefunden haben. Diese 
Ziffer wurde vor kurzem voll und es ist nicht uninteressant, die Sub-- 
scribenten nach Beruf und Wohnort zu klassifiziren. 
Württemberz 120. Elsjaß-Lothringen 15, Baden 9, Bayern 46, 
Sachjon 4. Norddeutschland 40, Schweiz 6, Oesterreich 14, Rußland 13, 
Schweden 5. England 2. Nordamerika 2. Summa 2535. : 
Dom Beruf nach sind e8: 48 Aerzte, 2 Apotheker, 26 Beamte, 
28 "wor. Studirende, 30 Kaufleute, 7 Geistliche, 6 Buchhändler, 
6: er JTngenieure, 4 Oekonomen, 3 Fabrikaufseher, 4 Rechts- 
anw: Lrihograph, 4 Hofopernsänger, 8 einzeln stehende Damen, 
der 2 ohne nähere Berufsangabe. 
tritt denn das „Monatsblatt“ ins Leben als Fortsetzung einer 
feit ooführten periodischen Veröffentlichung, die vollständig ge- 
sam + voru? i in der zweiten Auflage des Buches der Noxmal- 
kleid“ + und den gesammelten 40 Beilagen des „Neuen Deutschen 
Famünenblattes.“ J< bemerke weiter*ausdrüklih, das Abonnement 
verp“ chtet nur auf Einen Jahrgang, -gerade so wie auch ich mich vor- 
läuf nur avf einen Jahrgang zur Herausgabe verpfüchte. Ob -dem 
ersten Jahrgai * weitere folgen, hängt lediglich davon ab, ob für-einen 
solche“- vorausy-htlih Material genug: und Abonnenten genug vorhan- 
den fwd und on die Reform, der das Blatt dienen soll, noch ferner 
einer solchen Stüße bedarf. Daß eine solche im gegenwärtigen Stadium 
wünschenswerth ist, ist eine Frage, die. bereits durch .die Thatsache der 
ausgiebigen vorläufigen Subscription bejahend entschieden ist. 
Das „Monatsblatt“ soll zwar vorzugsweise der praktischen 
Seite meiner Lehre vom Leben gewidmet sein, also der Vermehrung 
und Fortbildung unserer Hilfsmittel, nicht blos unsere eigene Natur, 
sondern auch die anderer Lebewesen zu: beherrschen. Die theoretische, 
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