Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

BB) <zu 
Gesundheit ist, was will dann Jhr Herr Gemahl no< mehr ver- 
langen!? Er möge bedenken, daß von den Kindern im ersten Lebens- 
jahr 30--40 "/o sterben und ebensoviel Prozent schwere Krankheiten 
dur<zumachen haben. 
Jäger. 
Aus Briefen von Woslenen. 
4) Hr. Lehrer Z. aus W. schreibt: 
„Sc<on lange bin ih Ihr Schuldner. Voriges Jahr nemlich 
bekam ich geschwollene Füße, was mir als etwas ganz Außerordent- 
liches erschien. Da ich schon längere Zeit, mit Ausnahme des Bettes, 
in der Wolle stete, wandte ich mich an Sie, worauf mir umgehend 
folgende Antwort zu Theil wurde: „Lassen Sie die Federde>e weg 
und s<lafen Sie zwischen wollenen Teppichen, so wird die Sache 
raschestens vershwinden“. Aufrichtig gestanden, ich lachte über den 
Rath, ebenso meine Frau. Doch ich befolgte ihn. =- Und, o Wunder! 
Von der ersten Nacht an besserte es sich, und in einigen Tagen war alles 
vers<hwunden und ist seither nie zurückgekehrt. 
Entschuldigen Sie, hoc<hverehrter Herr Professor, daß ich Jhnen 
meinen innigen Dank für Jhren Rath so spät darbringe. I< suchte 
ihn zwar auf andere Weise auch auszudrüken. Wir gründeten nemlich 
einen kleinen „Jäger-Verein“ dahier, in welchem wir „Wollene“ uns 
entschlossen haben, für Ihre Sache Propaganda zu machen und bis 
jekt nicht ohne Erfolg. (Wird zur Nachahmung empfohlen, insbesondere 
in der Weise, daß ein solcher „Jäger-Verein“ das Monatsblatt hält 
und nach beendeter Cirkulation in einem öffentlihen Lokal auflegt. 
Umschlagdeden zu diesem Zweck sind vom Verleger zu beziehen. Jäger.) 
Nun hätte ich aber noch ein kleines Anliegen. Eine hiesige, An- 
fangs der 40er Jahre stehende Frau, deren 144jährige Che kinderlos 
geblieben ist, leidet fast wöchentlich an sehr starkem Kopfweh (Migraine). 
Oftmals bleibt es 8-- 44 Tage aus, dann kommt es in der Woche 
wieder 2--3 Mal und in solhem Grade, daß es die Frau fast um- 
bringt. Haben Sie vielleicht in Erfahrung gebracht, daß auch in solchen 
Fällen die Wolle heilend wirkt? Für Antwort und Rath wäre ich 
Ihnen herzlih dankbar. (Ste>en Sie die Dame in die Wolle, so wird 
ihr Leiden höchst wahrscheinlih ebenso raschestens verschwinden, wie 
seinerzeit Ihre geschwollenen Füße. Jäger.) 
2) Landwirths<haft3lehrer G. K. im Badischen schreibt 
unter dem 29/5: 
Einem eifrigen Anhänger Ihrer Lehre gestatten Sie wohl die Be- 
richterstattung eines von mir erlebten Falles, der -- glaube ihm = 
ein prägnanter Beweis ist von der Richtigkeit Ihrer Ansicht über die 
Einwirkung zu concentrirter Duftstoffe auf den Zustand unsres Körpers. 
Ic<h bin nicht vollständig Wollener (materielle Gründe gestatten mir 
nur einen langsamen Uebergang); trage häufig lange Stiefel und
	        

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