Full text: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

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die Freunde derselben um so fester und enger verbinden. Da3 Haupt- 
hindomittel ist unser Monatsblatt, und daraus folgt, daß wir an diesem 
esthalten müssen. 
Daß die Konsumenten von Normalartifeln nur dann vor 
Falsisl“ zg] geshübt sind, wenn sig genau auf die Fabrikmarke sehen, 
tamen! ) empfehle ich das auch bei den Hüten, wo die Konkurrenz mit 
zejundhets5widrigen Falsifikaten und Jmitationen das Möglichste ver- 
jucht. Vebrigens rathen wir solchen, die in ähnlicher Weise wie obiger 
Herr hinters Licht geführt wurden, doch einmal einen Versuch mit 
dem Staat3anwalt zu machen, denn wir selbst können nichts thun, 
außer wenn ein greifbares Schußrecht verletzt ist, wie Markenschuß 
oder Mustershuß ; ver Betrogene hat dagegen unzweifelhaft ein Klagrecht. 
Artheil eines Arztes, der es „probirt“ hat. 
Zn Nro. 38 der „Populären Zeitschrift für Homöopa- 
ti ot ein Trzt, Verfasser der dritten Auflage des „Lehrbu«“'s 
D- mög > er enapie“ unter zzugnahme darauf, „aß 
* jem FI buch gtederhalt von der Zugs: ' Om Wollkleivys 
xh deren Gebrauch gewissen Constikutionen und cowijjen 
18... no angerathen, weil sie dadurc< schneller von b<jtummten 
SED und nach der Heilung vor Rückfällen bewahrt werden“ 
= 4. -- Jrung und Anempfehlung des Wollregimes. I< hebe, 
unte - anfsagungen an diesen Bundesgenossen im Kampf, aus 
dem - - langen Aufsaße =- für meine Leser folgendes aus. | 
Leinwand und Baumwolle die Auswurfstoffe der Haut 
zurüß 3 kann ein Jeder, der in einem wollenen Hemde tüchtig in 
Schwe, „„zerieth, daraus ersehen, daß ein in dasselbe genähter Lein- 
wand- over Baumwollstreifen no< Stunden lang feucht bleibt, wenn 
das Hemd auf bloßem Leibe längst shon wieder tro>en geworden ist. 
Ganz dasselbe findet aber auch bei den übrigen nichtwollenen 
Kleidungsstücken , nur weniger fühlbar für den, der sie trägt, statt. 
Der nass2? leinene Streifen erregt direktes Unbehagen, die durch» 
feuchte, dur<dus: 2 Kleidung aber indirektes, die normalen Körper- 
iunktionen hinder. und. auf den Geist zurückwirkendes Unbehagen. 
Der in reiner Wolle Ste>ende ist deßhalb geistig und körperlich 
leistung2jähiger und ausdauernder. So erzählte uns der in an) 
Deutschland bekannte Scnellläufer Frit Käperni>: daß er es erst 
dann zur höcpsten Vollendung in seiner AuSdauer gebracht hätte, nach- 
dem er in England gesehen, wie die dortigen Schnellläufer sich | 
reiner Wollkleivung für ihre Zwede trainirt hätten. Früher sei e 
nac< dem Durchlaufen von so und so viel Kilometer immer „reene 
fertig“ gewesen, habe sich umziehen und abreiben lassen müssen, wäh- 
rend er seit der Zeit, wo er es wie die „menschlichen Renner“ in 
England mache, sih nur in seltenen Fällen umzöge und zu jeder 
Stunde gut auf den Beinen sei. Ebenso ist es bekannt, daß die alten
	        

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