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in welcher sämmtliche Speisen mit „weiblichem Haarduft“ unter Garantie der
Chtheit „imprägnirt“ sind.“
Diese Sc<hlaumaier. denken nicht daran, daß der Mensc< täglich
in seinem Brod den Handkäs des Bäckers, in seinem Fleisch den des
Meßger3, in seiner Suppe den der Köchin, im Wein den Fuß- und Handkä3s
des Winzers, in seinem Gemüse eine gewisse Quantität von Mensc<henkoth
genießt.
Der zumal oft noch von kranken Personen stammende Mensc<henduft,
den der Mensch in diesen Objekten versc<hlu>ken muß, ist hier in so concentrirtem
Maße vorhanden, daß er den Geschma> derselben verschlehtext,
ordinär, ja ungesund macht, und mein Verfahren ist einfach die
homöopathische Behandlung dieser Genußmittel, und zwar so:
Der Arzt verabreicht z. B. einem durch Quedsilber Vergifteten eine
homöopathische Verdünnung von Quedsilber und macht ihn dadurch gefund.
So verbessere ich die durch menschlihen Hand- und Fußkäs uns<madhaft
oder ungesund gewordenen Genußmittel durch Beisatz einer homöopathischen
Verdünnung von menschlichem Haarduft und zwar genommen vom
Haar einer durchaus gesunden weiblichen Person, dessen Qualifikation hiezu
neuralanalytisch und durch tausendfache praktische Versuche ermittelt wurde.
Wann werden wir es erleben, daß unser papierenes Zeitalter einem
Zustand weicht, wo man die Natur und nicht mehr das Buh als oberste
Quelle der Weisheit ansieht und Probiren mehr als Studiren, der
Praktiker mehr als der Theoretiker, der Handler mehr als der
Schreiber und Schwäßer gilt? Jäger.
Noc< einmal der Haarduft.
Nachdem die zwei diesen Gegenstand behandelnden Artikel bereits
geschrieben und geseßt waren, läuft bei mir folgende Zeitungsnotiz
aus Nr. 99 des Hamburger Fremdenblattes ein:
Haarduft.
Sie brachten in einer der lezten Nummern Ihres geshäkbten Blattes eine
Notiz über die neueste Entde>ung des Herrn Prof. Dr. Jäger, betreffend Frauenhaarduft,
mit einigen Bemerkungen, welche der Wichtigkeit dieser Sache wenig
entsprechen und die Tendenz zu haben scheinen, die Sache lächerlich zu machen
oder in Zweifel zu ziehen.
Gestatten Sie mir als Eingeweihtem, über diese hochgradige wichtige Entdefung
Ihnen behufs Veröffentlichung einiges Nähere mitzutheilen: Das angemeldete
Patent bezieht sich nicht allein auf aus Frauenhaar extrahirten Duft,
sondern auch auf den Haarduft sämmtlicher Säugethiere. Herr Prof. Dr. Jäger
hat ferner entde>t, daß die so mit Haarduft imprägnirten Speisen die Kraft haben
die Haupteigenschaflen des betreffenden Thieres , welchem das Haar entnommen
ist, auf den Genießenden zu übertragen und so, je nachdem man den Haarduft
des einen oder des anderen Thieres anwendet, die Eigenschaften, Thätigkeiten
oder Neigungen des Menschen nah Belieben modifiziren kann,
So bringt 3. B. der Haarduft des Löwen Muth und Entschlossenheit, der
Katze Schlauheit, der Hasen höfische Eleganz, des irischen Bergschafes Rauflust,
des deutschen Schafes und des Kameels Leichtgläubigkeit verbunden mit geduldiger
Fügsamkeit, des Rindes Starrsinn, verbunden mit Teichtgläubigkeit, hervor; über
die Wirkung des Haarduftes .vom Nhinoceros sind die Untersuchungen noh nicht