Volltext : Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1888, Bd. 7, H. 1/12)

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wünschten, welches meine Lebensweise sei, die mich so gesund, munter und
stark erhielt, daß alle meine Sinne noch ungesc<hwächt, mein Gedächtnis,
mein Herz, mein Verstand, meine Stimme, meine Zähne noch ebenso vollfommen
 gut erhalten und stark wären, als in meiner Jugend ; daß ich im
Stande sei, täglich 7--8 Stunden zu schreiben, die übrige Zeit spazieren
zu gehen und: allerhand einem alten Manne anständigen Vergnügen beizuwohnen,
 ja daß selbst meine Stimme in meinem hohen Alter ihren
ohlflang nicht verloren und ich noh oft zu Musik singen könne. =- Jene
Herren wunderten sich besonders darüber, daß ich mit Leichtigkeit über
Gegenstände zu schreiben fähig bin, die tiefes Nachdenken erfordern, ohne
daß dies mich im mindesten angreift. J< fühle mich dadur< im Gegenteil
 fo angenehm beschäftigt, daß mir das Studium oft nur eine Erholung
zu sein scheint.“ -Nachdem Cornaro die irrigen Ansichten seiner Besucher
 aufzählt, fährt er fort: „J< hörte jedoch den gelehrten Erörterungen
dieser Herren mit Vergnügen zu; allein mehr no< als ihre Gelehrsamkeit
ergößte mich der Gedanke, daß Jahre. und Erfahrung einen Menschen
 weit gelehrter mähen, als alle S<hulen und Lehrer.
Sie sind die zwei sichersten Wege, auf wel<hen man Kenntnisse
 erlangen kann, und dur sie wurde aud ih in den
Stand gesebt5 einzusehen, daß die: gelehrten Herren sich
gewaltig irrten.“ B--rler.
ES Das aromatisch-spiritusse Heilverfahren der Frau Elise Reglin.
(Eingesendet.) Hierüber schreibt Herr Prof. Vr. G. Jäger an einer
Stelle bei Besprechung des unter obigem Titel erschienenen Buches u. a.:
| „Seinen vollen. Nugen wird das Buch stiften, wenn man sich in
den Kaltwasserheilanstalten zu einer Modifikation in der von dieser Schrift
vertretenen. Richtung entschließt, wozu allerdings bei der geringen Belehrungsfähigkeit
 der. akademisch gebildeten Deutschen wenig Aussicht vorhanden
 sein dürfte =< -=- =.“
;, „Mit Vergnügen kann ich, dieser %ufforderung gegenüber, mitteilen,
daß. der. ebenso berühmte als geniale Naturarzt Hofrat Steinbacher,
Dr. med. et, chir., es ebenfalls nicht verschmähte, nein, es für angezeigt
 fand; in verzweifelten Fällen dem Kastendampfbad mit der
darauf folgenden furzen. kühlen. Abwaschung unmittelbar eine spirituöse
aromatische Einreibung des ganzen Körpers folgen zu lassen. Eine solche
Prozedur wurde s, Z. an einem Akutkranken, dessen Funktionskraft sehr
darniederlag, . in Gegenwart des Schreibers dieser Zeilen. vollzogen.
Steinbacher war eben ein denkender Naturarzt. Auch ihm galt,
was Gustav Wolbold, der Großmeister praktischer Naturärzte der Gegenwärt,
 vor nicht allzulange gelegentlich seiner Bekehrung zur Wollunterkleidung
 in dem von ihm redigierten Naturarzte so treffend sagte : „Das,
sind die Narren, .die beim Jrrtum beharren.“ " ni AST utur
.“.  Brunsfiduft. Aus einem Aufsaß des: Herrn Oberförster Mels8-heimer.
 „zur Naturgeschichte des Erdsalamanders" in der Wochenschrift
„Der Naturwissenschaftler“ , 3]. Jahrg. Nr. 12 entnehme ich folgendes :
Schon seit Jahren habe ich mehrere. Zupividuen des Salamanders in geeigneten
 Blättern beopachtet. ganz „besonders aber bin ich in meiner Eigensc<haft
 als Sachverständiger in der Reblaus-Kommission auf mance Punkte
aufmerksam - geworden, 'die mir in der. Leben5weise des Salamanders bi8-hex.
 unbekannt. waren. Beim Aufvde>en der Rebwurzeln fand ich nämlich
            
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