Anßerordentlihe Beilage zu Prof. Dr. G. Jägers Monatsblati
Ur. 9 September 1891.
Wolle oder Jeinen?
Vortrag von Geh.:Rat Dr. v. Pettenkofer, gehalten äuf dem öberbayerischen
Aerztetag zu München.
[Aus Nr. 323 der „Münchner Neuesten Nachrichten“ vom 21. Juli 1891.)
“1 neuester Zeit hat sich das Wollregime in großartiger Weise
Zahn: vochen. (3 giebt ja viele Personen, die glauben, ohne 'Woll--
m" a-fund schen zu können, und auch die Wollindustrie
wr („hy achgben und die Leinwandindustrie empfindet in
“wr € nen ser wesentlichen Rückgang. Es ist eigentümlich:
' wan siH - 1 kleiden anfing, da war eigentlich das Wollregime das
“ >>. To wollenen Kleider un" "euge sind älter als das Leinen.
' en zeiten dor Römer galt 5" 1. als ein Zeichen des Reichtums;
inw“"d 2" Ton, Als Leinwand "ann immer mehr bekannt. wurde,
ww" fi ließl“. dann in neuer? tein sehr billiges Ersakmittel
* 7 fam. do Baumwolle, betracht*te man das als einen großen
m", »"ywende** zur Hautbekleidung dann wesentlich nur
„Ww * -, Baumwoiwonge, - Jebt schlägt's wieder um.
0 vof bei diesey Frage: die Empirie und die Mode entwr
4 neuerer “it hat man. angefangen, diese Dinge auch
“om * michgftlichen und. orperimentellen. Standpunkt aus zu
“ itforthe "Tichon vintepsuchunon über unsere Kleidungs->;
YiJahren: ho4onnen. Zu den wesentlichsten gear
hm 4 € 4, Medizinalrat: * "10ger- Straßburg
Tebat +1 T“eigel üb Bärmzregulation und
*- 1 Etabsarzt Müll“* “ber die Beziehungen
"Etäwvalcid 1.728 wurde von ihm nämlich das (ve
“Tb<5 die "Soldaten 4 tragen haben für den Fall,
"qäußt. werden), eine e">*hende und "hrreiche:Abhand-D
“ „6 1 Schuster über das Lerhalten 'der tro>enon Klei-“>,
gortofüber dem Wärmedur<gang; dann eine «Abhandlung
vom» „„gubnoff zur Frage vom Verhalten gefärbter Zeuge zum Wasser
und zur Luft. - Aus neuester) Zeit stammen Arbeiten des hygienischen
Instituts in Marburg unter Rubners Leitung von Rumpel, Kramer,
Nocht und Chelius.